Schlapp und antriebslos...

Das hilft gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Die Tage werden wieder länger und die ersten Krokusse sprießen aus dem Boden. Statt Frühlingsgefühlen sind viele Menschen im Übergang von Winter zum Frühling allerdings einfach nur müde.


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 (Foto: picture alliance / dpa)

Die Frühjahrmüdigkeit entsteht nach Ansicht einiger Mediziner durch eine Umstellung von Hormonen im Körper. Während das Schlafhormon Melatonin reduziert wird, produziert der Körper im Frühjahr wieder mehr Serotonin: Licht gibt den Impuls für die Produktion dieses stimmungsaufhellenden Hormons. Bis sich der Organismus komplett darauf eingestellt hat, kann es bis zu vier Wochen dauern.

Kreislauf durch Wetterumschwung belastet

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Dr. Uwe Gerecke

Wenn nach den kalten Tagen plötzlich warme Tage kommen, belastet das den Kreislauf, sagt Antenne Niedersachsen Hausarzt Dr. Uwe Gerecke. "Es sind eher unspezifische Symptome: Schwindel, Herzklopfen, Atemnot, Gereiztheit oder eben Kopfschmerzen", beschreibt der Experte. Vor allem wetterfühlige Menschen spüren demnach die Frühjahrsmüdigkeit.

Wer sich im Frühling weniger müde und antriebslos fühlen will, der kann dem Körper mit kleinen Anreizen helfen, in Schwung zu kommen.

Minze, Rosmarin & Grapefruit beleben

Der Mensch kann mehr als eine Billion verschiedener Gerüche wahrnehmen. Das haben Forscher der Rockefeller University in New York vor einigen Jahren herausgefunden. Viele natürliche Düfte wirken sich auf unsere jeweilige Stimmung aus. Als belebend gelten unter anderem Minze und Rosmarin, aber auch Grapefruit und andere Zitrusfrüchte. Etwas Öl kann man zum Beispiel aufs Kopfkissen träufeln oder ein Fußbad damit nehmen. Um besser einschlafen zu können und einen gesunden Schlafrhythmus zu finden, sollte man zu Lavendel greifen. Dieser Duft wirkt beruhigend.

Der nadelig-würzig, aber angenehm duftende Rosmarin gilt schon seit langem als Heilpflanze und wirkt anregend auf unser Nervensystem. Ähnlich erfrischt uns Minze und hilft dabei, uns besser konzentrieren zu können. Grapefruit vereint gleich mehrere positive Eigenschaften: Sie wirkt vitalisierend, erfrischend und euphorisiert – wirkt sich also gut auf die Stimmung aus. Um besser einzuschlafen und einen gesunden Schlafrhythmus zu finden, sollte man zu Lavendel oder Melisse greifen. Diese Düfte wirkten beruhigend und harmonisierend.

Bewegung unter freiem Himmel

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 (Foto: picture alliance / Philipp Schul)

Sport tut dem Körper jetzt ebenfalls sehr gut. "Natürlich viel bewegen an frischen Luft", betont Dr. Gerecke. Der Arzt schlägt vor, spazieren zu gehen, oder es mit Nordic Walking oder joggen zu versuchen. Er empfiehlt, sich jeden Tag eine Stunde lang draußen zu bewegen.

Sauna, Kneippen und Co.

Auch Saunagänge können den Körper fit machen. Wichtig sei "vor allen Dingen die kalte Dusche danach", erklärt der Arzt. So wird die Durchblutung angeregt. Die beste Wirkung zeigen regelmäßige Gänge in die Sauna. Aber auch ein erholsamer Schlaf sei wichtig. Dr. Gerecke beschreibt: "Dann reagieren wir weniger auf solche Außenreize."

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 (Foto: picture alliance / dpa-tmn)