Hochwasserschäden

Vollgelaufene Keller: Welche Versicherung zahlt dafür?

Hausrat- und Wohngebäudeversicherung reichen leider nicht aus.


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 (Foto: picture alliance / Hauke-Christi)

Die heftigen Regengüsse der vergangenen Tage haben in Teilen des Landes für vollgelaufene Keller und Schäden an Haus oder Wohnung gesorgt. Für die Versicherungen bedeuten die Folgen des Dauerregens erhöhte Schadensmeldungen im Privatversicherungsbereich. "Der Bereich Kfz-Versicherung ist nach derzeitigem Stand der Dinge nicht spürbar betroffen", heißt es etwa bei der HDI. Auch im Bereich der Industrieversicherung gibt es nach dem aktuellen Stand kein ungewöhnliches Schadenaufkommen wegen der Wetterlage.

Ohne Elementarschadenversicherung geht nichts

Antenne Niedersachsen Redakteur Stefan Flüeck hat mit Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gesprochen.

Elementarschadenversicherung springt bei Hochwasser ein

Während Sturmschäden oft über Hausrat- oder Wohngebäudeversicherungen abgesichert sind, werden Schäden durch heftige Niederschläge nur bei Abschluss einer zusätzlichen Elementarschadenversicherung reguliert. Der vollgelaufene Keller mit Folgeschäden für Haus und Hausrat ist in der Regel somit unversichert. Nach Angaben des GDV haben sich zwar rund 40 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland entsprechend versichert. Doch knapp 11 Millionen der rund 17,5 Millionen Wohngebäude sind weiter unzureichend versichert. Nach einem Schaden sollte der Versicherer sofort informiert werden - am besten per Einschreiben-Rückschein, rät der Bund der Versicherten. Er empfiehlt, Fotos zu machen und eine Liste beschädigter Gegenstände zu erstellen.