Voller Bakterien

So unhygienisch sind die gelben Quietscheenten

Drücken die Kleinen in der Badewanne das Badetierchen aus, kommt meistens nicht nur Wasser, sondern auch braune Brühe. Das können krankheitserregende Bakterien sein!


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 (Foto: Bomix - stock.adobe.com)

Auch wenn die gelben Badeenten von außen irgendwie süß aussehen und dann auch noch so nett quietschen, wenn man sie zusammendrückt - im Inneren sind die weichen Plastiktiere hässliche Entlein. Das hat jetzt eine Gruppe von Wissenschaftlern der Technischen Hochschule Zürich und der Illinois University herausgefunden. Denn einige Mikroorganismen fühlen sich in dem feuchtwarmen Plastikspielzeug so richtig wohl.

Die Forscher beschreiben das Ergebnis als "nicht appetitlich": Pro Quadratzentimeter Qietscheente wurden zwischen fünf Millionen und 75 Millionen Zellen auf den Plastikflächen entdeckt und analysiert. Auf 80 Prozent der getesteten und realen Bedingungen ausgesetzten Badetierchen fanden Forschen potenziell krankheitserregende Bakterien - darunter Legionellen oder hartnäckige Krankenhauskeime. Anfällige oder empfindliche Kinder könnten durch die Brühe, die aus dem Inneren der Ente spritzt, Entzündungen an Augen und Ohren oder einen Magen-Darm-Infekt bekommen.

Industrie soll das Problem beheben

Was also tun? Die gelben Enten aus der Badewanne verbannen oder nach dem Benutzen jedes Mal aufwendig reinigen? Laut den Forschern liegt das Problem bei der Industrie. Diese sollte strengere Vorschriften für die, in dem Plastik enthaltenden, Polymere aufstellen. So würden sich die Bakterien in dem Ausmaße gar nicht erst bilden.