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Wohin mit dem Herbstlaub?

Im Herbst liegen die Straßen und Gehwege voll mit Blättern. Heißt für uns Laubharke raus und weg damit. Aber wohin? Wir sagen euch wie und wo ihr das Herbstlaub am besten loswerdet.


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(Foto: picture alliance / dpa)

Auf die Deponie oder in den Sack?

Laub entsorgen kann man auf viele Wege. Grundsätzlich haben die meisten Städte oder Gemeinden Wertstoffhöfe oder Grüngut-Annahmestellen. Hier könnt ihr meist bis zu einen Kubikmeter Laub pro Tag hinbringen. Größere Mengen an Laub nehmen die Deponien entgegen. In einigen Kommunen gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit das Laub über den sogenannten "Grünen Sack" zu entsorgen. Da am besten einfach mal beim lokalen Entsorger nachfragen, ob es diese Möglichkeit bei euch gibt.

Rauf auf den Komposter?

Wer das heimische Laub nicht entsorgen kann oder möchte hat die Möglichkeit sich im Garten einen Komposthaufen anzulegen. So findet das Laub nach ein paar Jahren Wiederverwendung als Komposterde für den Garten. Tipp: Gute Komposter gibt es schon ab 50 Euro im Baumarkt.

Darf ich das Laub in den Wald bringen?

Nein! Wer sein Herbstlaub in den Wald bringt muss bei uns in Niedersachsen mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen. Abgeladenes Laub könnte durch fremde Mikroorganismen den Waldboden schädigen und den Nährstoffkreislauf der Natur stören.

Darf ich das Laub verbrennen?

Nein. Seit April 2015 ist es in Niedersachsen nicht mehr erlaubt Gartenabfälle auf dem eigenen Grundstück zu verbrennen. Gerade bei feuchtem Laub entsteht besonders viel Qualm. Außerdem wird beim Verbrennen von Laub und Gartenabfällen eine Menge schädlicher Feinstaub freigesetzt.

Laubharke statt Laubsauger?

Auch beim Laubharken gibt es einiges zu beachten. Laubsauger oder Laubpuster solltet ihr besser nicht benutzen. Sie schädigen Kleinstlebewesen, die in eurem Garten leben. Außerdem gibt es die Geräte meist mit Benzinmotor, was neben der Lautstärke auch schädlich für die Umwelt ist. Am besten da einfach zur guten alten Rechen greifen.

Tipp: Ein bisschen Laub könnt ihr auch problemlos im Garten lassen

Wer die Möglichkeit hat, kann in seinem Garten auch Laub unter die Büsche oder Sträucher auf einem Haufen sammeln. Kleine Häufchen bieten Igeln odern anderen kleinen Tieren einen guten Unterschlupf für den Winter. Noch ein paar Äpfel dazu und ihr habt das perfekte Winterquartier geschaffen.


Rechtliches zum Thema Herbstlaub

Streit rund das Herbstlaub landet nicht selten vor Gericht. Aber es gibt inzwischen einschlägige Urteile. Das solltet ihr wissen:

  • Laub auf dem Gehweg
    Ja, als Grundstücksbesitzer seid ihr verpflichtet, den Gehweg vor eurem Haus regelmäßig vom Laub zu befreien. Anders als bei Schnee- und Eisglätte müsst ihr das aber nicht so häufig tun und auch nicht schon morgens um 7 Uhr erledigt haben. Fußgänger haben vor Gericht in der Regel schlechte Karten, wenn sie Schmerzensgeld verlangen wollen, weil sie auf nassem Herbstlaub ausgerutscht sind. Es sei denn, sie können nachweisen, dass der Grundstücksbesitzer das Laub so gut wie nie entfernt.
  • Fremdes Laub
    Die Blätter von Nachbars Baum fallen bei euch in den Garten? Es hilft nichts, sich darüber zu ärgern. So ist das halt im Herbst, sagen die Gerichte. Damit muss man klar kommen. Ihr dürft auch das gesammelte Laub nicht wieder dem Nachbarn über den Zaun kippen. Bleibt friedlich, lasst euch lieber zu einem Bier einladen ;-)
    Ach so: Das "öffentliche" Laub, was beispielsweise von den Bäumen an der Straße auf den Gehstreifen vor eurem Haus gefallen ist. Auch das müsst ihr regelmäßig entfernen. Ist halt so. Herbst eben. Ihr wisst schon.
  • Laubbläser-Getöse
    Laubbläser sind sowohl nützlich als auch sehr laut. Deswegen dürft ihr sie in Wohngebieten privat nur zwischen 9 und 13 Uhr und zwischen 15 und 17 Uhr zum Einsatz bringen.