Heimwerken ist King!

Step by Step zu einer vollrenovierten Küche

Die Decke fleckig vom andauernden Kochdunst? Der Boden von heruntergefallenen Küchenutensilien voller Macken und an den sowieso schon immer zu kleinen Schränken einfach nur sattgesehen? Wer bei diesen Zeilen eifrig mit dem Kopf nickt, sollte sich unseren folgenden Ratgeber genau durchlesen. Darin zeigen wir, wie Sie Ihre Küche in Eigenregie vollrenovieren können.


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 (Foto: arsdigital - stock.adobe.com)

Nichts geht ohne Werkzeug

Mit einem 25-teiligen Werkzeugköfferchen aus dem Ein-Euro-Shop wird man in der Küche leider nicht weit kommen. Die Küche benötigt eine Menge Werkzeug – auch wenn man nicht alles davon kaufen muss.

Was definitiv benötigt wird

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 (Foto: starush - stock.adobe.com)

  • Ein Set mit je drei oder mehr Kreuz/Schlitzschraubenziehern
  • Cuttermesser
  • Zwei Wasserpumpenzangen
  • Akkubohrmaschine plus Bits und Bohrer für Holz, Metall und Beton
  • Leitungsfinder
  • Tapeten-Stachelwalze
  • Stehleiter, mindestens zwei Arbeitsböcke
  • Quast, Tapeziertisch
  • Maßband, Zollstock
  • Aluminium-Abziehleiste (als XXL-Lineal) zwei, besser drei Meter Länge
  • Elektrische Stich- und Kreissägen
  • Spachtel und einen flachen Kunststoffkeil
  • Eine lange und eine kurze Wasserwaage
  • Zwei Malerrollen-Griffe (groß und klein), passende Rollen, Abstreifgitter, Farbwanne
  • Abklebeband, Malervlies, doppelseitiges Klebeband
  • Kartuschenpistole
  • Bleistifte, Textmarker

Was man wo leihen und machen lassen kann

Dabei empfiehlt es sich dringend, wenn die Arbeitsplatte der Küche „ums Eck“ geht, sowohl die eigentlichen Sägearbeiten wie die Ausfräsungen an der Unterseite der Platte für die Verbinderhaken in der Holzabteilung des Baumarktes erledigen zu lassen – es kostet meist nur wenige Euros, ist aber ungleich sauberer.

Für die Werkzeuge gilt: Alles, was handbetrieben ist, sollte man sich selbst anschaffen, das kann man immer wieder gebrauchen. Für die oben genannte Liste bedeutet das in ausreichender Heimwerkerqualität Kosten von zirka 200-250 Euro. Für die elektrischen Werkzeuge ist abermals der Baumarkt die richtige Anlaufstation, viele haben Ausleihprogramme.

Raus damit

Wenn das Werkzeug angeschafft ist, kann die alte Küche entkernt werden. Der große Vorteil: Sofern außer dem Inhalt der Schränke nichts wiederverwendet werden soll, braucht man keine besondere Vorsicht walten zu lassen. Allerdings empfiehlt es sich, zuvor Sperrmüll anzumelden.

Küchenzeile abbauen für Einsteiger

Wie baut man eine Küchenzeile ab? Ganz einfach: In umgekehrter Aufbau-Reihenfolge. Das bedeutet also, erst mal muss alles bis auf den letzten Gewürzstreuer herausgeräumt und im Keller verstaut werden. Anschließend werden von allen Küchenschränken erst die Türen abgeschraubt, dann die Einlegeböden und Schubladen herausgenommen.

Dann sollte man für den Herd einen Elektriker bestellen, der diesen abklemmt. Herde werden mit 380 Volt betrieben. Wer hier nicht genau weiß, was er tut, begibt sich in Lebensgefahr.

Zum Abklemmen wird es unvermeidlich sein, dass der Profi den Herd hervorzieht. Damit das geht, muss das Ceranfeld ausgebaut werden. Etwas knifflig, denn die Felder sind in aller Regel in die Arbeitsplatte eingeclipst. Um die (meist vier an den Seiten) Clips zu lösen, muss man einen Spachtel oder Kunststoffkeil zwischen Ceranfeld und Arbeitsplatte einschieben und durch Drehbewegung etwas hebeln. Meist spürt man direkt, wenn man den Clip trifft. Das gelöste Ceranfeld wird dann einfach so auf die Öffnung gelegt, dass es nicht mehr hineinrutschen kann.

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Als nächstes werden nun die Zu- und Ableitungen des Küchen-Wassersystems in Angriff genommen. Dazu zuerst unter der Spüle den Absperrhahn schließen und ein letztes Mal den Wasserhahn öffnen. Anschließend wird zunächst die Spülmaschine vom Wassernetz getrennt und ausgebaut. Beim Wasserhahn müssen die Schläuche und der Halter abgedreht werden, der den Hahn festhält. Danach kann er nach oben entnommen werden. Mit dem Losschrauben des Spülbeckens von unten ist dieser Schritt abgehakt.

Wenn alle Geräte entnommen und entfernt wurden, kommt die Arbeitsplatte dran. Sie ist von unten mit den unteren Schränken verschraubt. Sind all diese (wahrscheinlich vielen) Schrauben losgedreht, muss jetzt nur noch der Silikonstreifen zur Wand mit dem Cuttermesser durchtrennt werden und auch die Arbeitsplatte darf verschwinden.

Im letzten Schritt werden nun erst die oberen Schränke von ihren trapezförmigen Halteschienen genommen (i.d.R. hängen sie darin ohne weitere Fixierung). Nachdem auch die Unterbauschränke herausgetragen wurden, ist die Küchenzeile abgebaut.

Wichtig: Bevor man alles entsorgt, schnell mit dem Handy alle Anschlüsse der Küchenzeile ablichten.

Was passiert mit den Altgeräten?

Kühlschrank, Herd, Ceranfeld, Spülmaschine. Diese Geräte stehen nun in der Regel irgendwo im Weg und müssen entsorgt werden. Dabei hat man faktisch zwei Optionen:

  1. Alle Kommunen in Deutschland sind verpflichtet, Elektro-Altgeräte kostenlos anzunehmen und zu entsorgen. Der zum Wohnort gehörige Wertstoffhof findet sich meist auf der Webseite der Heimatgemeinde bzw. des Landkreises.
  2. Händler sind, zumindest falls man ein neues Gerät kauft, ebenfalls verpflichtet, die Altgeräte kostenlos abzunehmen.

Letzteres gilt natürlich auch für Küchenhäuser. Insbesondere, wenn man plant, sich die neue Küchenzeile sowieso anliefern zulassen, ist daher der zweite Weg der komfortablere, weil die Altgeräte dann einfach in einer Tour mitgenommen und nicht durch einen selbst transportiert werden müssen.

So bekommt man selbst hartnäckige Tapeten herunter

Jetzt ist die Küche ein leerer Raum und es wartet eine fiese Fummelarbeit: das Entfernen einst sorgsam eingekleisterter, womöglich mehrfach überstrichener Tapeten. Dazu werden zunächst von den Lichtschaltern und Steckdosen die Rahmen entfernt. Das geht mit einem Schraubenzieher.

Sofern sich auch nur eine Farbschicht auf der Tapete befindet, kommt nun die große Stunde der Stachelwalze: Mit ihr geht man, nachdem man alle Nägel und sonstigen Unebenheiten beseitigt hat, Streifen für Streifen über die gesamte Tapete und perforiert sie. Alternativ kann man auch mit dem Cuttermesser kreuz und quer einschneiden, muss danach aber die Klinge tauschen. Dann mischt man lauwarmes Wasser mit einem guten Schuss Spülmittel, alternativ Tapetenlöser (Baumarkt), taucht den Quast hinein und nässt die Tapete von oben nach unten ordentlich ein.

Nach 15 bis 30 Minuten Durchweichzeit nässt man nun die ersten zwei, drei Bahnen abermals ein und beginnt dann, nachdem man mit einem Spachtel eine Ecke gelöst hat, die Bahnen abzuziehen. Dabei sollte man immer versuchen, so große „Placken“ wie möglich abzuziehen. Geht es nur mit Spachtel, lieber nochmal nachfeuchten. Die Tapetenfetzen sollte man in Müllbeutel packen und anschließend zum Wertstoffhof bringen. Sie dürfen zwar auch in den Hausmüll, je nach Zimmergröße ist dafür allerdings die Mülltonne schlicht zu klein.

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 (Foto: rodimovpavel - stock.adobe.com)

Streifen für Streifen raus mit dem Boden

Als letztes kommt nun der Boden raus. In der Küche liegt Laminat? Dann kann einfach Brett für Brett herausgerissen werden. Ist hingegen Auslegeware vorhanden, also beispielsweise Linoleum, so sollte man sich mit dem Cuttermesser auf die Knie begeben. Dann schneidet man den am Stück verlegten Boden in grob halbmeterbreite Streifen. Diese lassen sich einfacher lösen als das „große Ganze“ und vor allem aufgerollt viel kompakter zur Entsorgungsstelle bringen.

Die Planungsphase

In den allermeisten Fällen wird die Planungsphase natürlich mehr oder minder zeitgleich mit den Ausräumarbeiten abgeschlossen sein – in diesem Artikel muss sie jedoch der Übersichtlichkeit halber hintenanstehen. Doch was steht denn nun auf dem Programm?

Tapete, Rollputz oder was?

Zunächst sollte man sich dabei Gedanken um den Wandbelag machen. Tapete ist natürlich sehr einfach zu verlegen und vor allem ist nur ein Arbeitsschritt zu machen – ist die Tapete an der Wand, muss nur noch im Küchenzeilenbereich eine Schutzschicht („Elefantenhaut“) aufgetragen werden. Dennoch sollte man sich mit Rollputz befassen, denn er ist – für die Küche – die praktischere Wahl.

Denn in diesem Zimmer kommen so viele Dämpfe vor, dass man sich fast schon auf Feuchtraumniveau befindet. Ein Rollputz, der anschließend mit einer nassabriebfesten Farbe gestrichen wird, ist dagegen wesentlich resistenter als eine Tapete, erst recht, wenn sie unbehandelt ist – und lässt sich bei Bedarf auch noch mit einem feuchten Lappen reinigen. Das ist, unterm Strich, zwar arbeitsintensiver. Aber Rollputz wird beinahe wie Farbe aufgetragen, nicht mit der Kelle. Dadurch und weil er viele Strukturierungstechniken erlaubt, ist er zudem kreativer und pro Quadratmeter auch noch günstiger.

Viele Böden, eine Wahl

Weich genug, damit nicht jeder Teller, der einem beim Spülmaschine-Ausräumen entgleitet, zerbricht. Hart genug, damit besagter Teller nicht gleich tiefe Macken hinterlässt. So versiegelt, dass er regelmäßig gewischt werden kann und auch noch heimwerkertauglich verlegbar.

Nimmt man all diese Faktoren zusammen, bleibt eigentlich nur ein moderner Boden übrig, der schwimmend verlegte Vinylboden. Denn:

  • Die Arbeiten für seine Verlegung ähneln Schritt für Schritt stark dem Laminat, allerdings kann man Vinylboden mit dem Cuttermesser schneiden und braucht keine Säge
  • Er ist in ähnlich vielen – unzähligen – Designs verfügbar
  • Vinyl ist relativ weich. Weicher als etwa Laminat, aber härter als bspw. Linoleum
  • Er kann mit normalem Haushaltsreiniger geputzt werden.

Zudem kann er eben, in einigen Jahren, ähnlich leicht wieder entfernt werden – und falls doch mal ein herabfallendes Küchenutensil durchschlägt, lassen sich einzelne Paneele auch spurenfrei austauschen, das geht bei kaum einem anderen Bodenbelag.

Gedanken zur Farbe

Farben für die Küchenzeile sowie die Wände gibt es buchstäblich wie Sand am Meer. Und auf typischen Inspirationsportalen und in den Katalogen wirken sie alle gut. Eines allerdings spiegeln diese Fotos nicht wider: Eine Küche ist kein Katalogobjekt, sondern kommt wie fast kein anderer Raum mit Flecken-induzierenden Arbeiten in Kontakt. Und je heller bzw. unifarbener alles ist, desto mehr Reinigungsaufwand hat man.

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In diesem Sinne sollte man sich vielleicht überlegen, zumindest im Bereich der eigentlichen Küchenzeile auf etwas mehr „Tarnung“ zu vertrauen – rot/braune Farbtöne, vielleicht gemusterte, leicht anzuklebende Wandpaneele.

Und für die restliche Küche sollte man sich an der Scheibe der Komplementärfarben orientieren – dabei hat man zwei verschiedene Möglichkeiten:

Die Küchenzeile: Wirklich Hochglanz?

Und in diese Kerbe der täglichen Benutzung schlägt auch ein seit einigen Jahren bestehender Trend, der zur Hochglanz-Küchenzeile. Auch hier gilt, im Einrichtungshaus sehen solche Küchen unglaublich gut aus. Aber man sieht jeden einzelnen Fingerabdruck darauf. Das bedeutet, entweder verbindet man jedes Schranktür-Öffnen mit einem obligatorischen Wisch, oder aber hat immer hässliche Flecken.

Und dann ist der Hochglanzlack auch noch extrem empfindlich. Um ihn zu verkratzen, braucht es nur vergleichsweise harmlose Malheure – etwa ein Anstoßen mit den Nieten an der Jeans. Allerdings gilt das auch für das gerade sehr trendige andere Extrem, stumpfmatte Oberflächen. Wer (beinahe) täglich kocht, sollte von beiden Oberflächen wortwörtlich „die Finger lassen“.

Elektrik und Wasser passen noch?

Als letztes sollte man sich vom Fachberater noch erläutern lassen, ob es im Vergleich zur alten Küche (hier kommen die Anschluss-Handyfotos zum Einsatz) irgendwelche Änderungen gegeben hat. Falls nein, kann die Küche geordert werden.

Ran an den Speck

Die Küchenzeile muss nur noch abgeholt werden? Dann wird es jetzt ernst. Für die folgenden Arbeiten kann man, inklusive Trocknungszeiten, rund vier Tage einplanen – wer eine Woche Urlaub macht, kommt in jedem Fall damit hin.

Von oben nach unten: Decke, Wände, Boden

Zunächst muss der Raum selbst auf Vordermann gebracht werden. Und da gilt es, mit der Schwerkraft zu arbeiten. Sprich, beginnend mit der Decke über die Wände bis zum Boden. Auf diese Weise machen Farbkleckser, herunterfallende Werkzeuge usw. nichts bereits Neugemachtes kaputt.

Übrigens: Auch beim Tapezieren der Decke gibt es eine Richtung, die man einhalten sollte – und zwar weg vom Fenster, damit die Stöße nicht so durch Schattenwurf auffallen.

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 (Foto: geargodz - stock.adobe.com)

Küche: Die Stand-Schränke

Nun wird es an der Zeit, die unteren Küchenschränke hereinzuholen und sie aufzustellen. Zuvor bitte die verstellbaren Füße auf die niedrigst-mögliche Höhe drehen. Dann dreht man die jeweils äußersten Schränke auf die ungefähre Endhöhe (zusätzliche Zentimeter durch die Arbeitsplatte nicht vergessen).

Quer über alles wird nun die Aluschiene samt Wasserwaage gelegt und zunächst die äußeren Schränke längs und quer so eingestellt, dass sie in der Waage liegen. Anschließend werden die mittleren Schränke ebenfalls auf diese Höhe gebracht, bis sie die Schiene berühren. Damit sind die Unterbauschränke genau waagerecht und können nun miteinander verschraubt werden.

Eine Stunde für den Elektriker

Dann braucht es wieder den Elektriker. Er schließt den Herd an und zeigt einem, wie die Sicherungen später betätigt werden müssen. Zunächst bleibt der Herd nämlich noch stromlos, erst muss auch das Ceranfeld angeschlossen werden, was aber per Stecker geschieht und auch vom Heimwerker erledigt werden kann.

Küche: Arbeitsplatte und Co

Nun kommen Akkubohrer, Stichsäge und Böcke an die Reihe. Keine schwere, aber maximale Präzision erfordernde Arbeit: Die schon auf Maß geschnittene Arbeitsplatte wird daraufgelegt und die mit Spülbecken und Ceranfeld mitgelieferten Schablonen werden mit Malerkrepp auf die Oberseite der Arbeitsplatte geklebt. Bitte genau prüfen, ob die vorgesehene Position nicht die Wände der Unterbauschränke schneidet.

Dann wird die Schnittkante auf der Unterseite der Arbeitsplatte ebenfalls mit Klebeband abgeklebt, damit sie nicht ausreißt. Die Arbeit beginnt, indem man an den Ecken Bohrungen niederbringt, in die man das Stichsägeblatt stecken kann. Dann wird gesägt. Wenn drei Seiten bearbeitet sind, sollte eine zweite Person das auszuschneidende Stück festhalten, damit es nicht unkontrolliert auf den Boden fällt. Anschließend wird die Arbeitsplatte aufgelegt, etwaige Eck-Elemente verleimt, verschraubt und dann die ganze Platte von unten mit den Schränken verschraubt. Anschließend dürfen Spülbecken und Ceranfeld in die Öffnungen eingelassen und befestigt werden.

Ist das erledigt, werden auch Spülmaschine und Co. in die Schränke eingesetzt, festgeschraubt und angeschlossen. Auch das ist eine ziemlich einfache Aufgabe. Bloß muss man bei der Blende der Spülmaschine abermals mit Präzision vorgeben, die einem jedoch auch per Schablone erleichtert wird.

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 (Foto: scharfsinn86 - stock.adobe.com)

Küche: Die Hängeschränke

Bei den Hängeschränken gibt es ein kleines Problem: es existieren unterschiedliche Systeme, mit denen sie an der Wand aufgehängt werden. Allerdings bricht alles auf ein Prinzip herunter. Zunächst müssen diese Fixierpunkte mit Bohrmaschine, Wasserwaage, Aluschiene und Dübeln installiert werden. Es ist praktisch die gleiche Arbeit wie bei den Unterbauschränken, bloß ohne dass man die Möglichkeit zu einer nachträglichen Korrektur hätte. Das heißt, alle späteren Bohrpunkte müssen absolut waagerecht und auf einer Linie liegen.

Dazu misst man mit dem Zollstock von der Arbeitsplatte zunächst für jeden Hängeschrank zwei feste Unterkanten aus. Diese werden dann vom Schrank auf die Höhe der Haltehaken übertragen. Ist die Arbeit erledigt, werden die Schränke nur noch in das System eingehängt und miteinander verschraubt.

Abschließende Arbeiten

Jetzt ist die Küche zwar theoretisch schon einsatzbereit. Doch sie sieht noch aus wie ein Skelett. Um diesen Zustand zu beenden, braucht man nun ein letztes Mal Wasserwaage und viel Geduld. Die Türen werden montiert und mit der richtigen Technik in die Waage gebracht. Auch hier empfiehlt es sich abermals, wieder mit den jeweils äußersten Türen zu beginnen. Wenn sie genau in der Waage sind, muss man die restlichen Türen nur so einstellen, dass sie (geschlossen) in der gesamten Türbreite gegen die quer darauf gelegte Aluschiene stoßen.

Sind die Bodenblenden an den Unterbauschränken installiert, kommen anschließend die Schubladen dran und ganz zum Schluss die Griffe und lose Einlegeböden. Bevor man zusätzliche Unterbau-Elektrogeräte installiert, sollte man nun mit der Kartuschenpistole und Silikon/Acryl den Spalt zwischen Arbeitsplatte und Wand schließen.

Wichtig: Bevor der Kühlschrank eingesteckt wird, sollte er 24 Stunden an seinem vorgesehenen Platz ruhen, damit sich das Kühlmittel setzen kann.

Fazit

Auch wenn die Renovierung der Küche ob des reinen Arbeitsumfangs der Küchenzeile zu den schwieriger zu renovierenden Räumen zählt, ist es dennoch kein Profi-Job – sieht man einmal von der Elektrik ab. Alles andere können auch Heimwerker erledigen und sich so binnen weniger Tage einen wahren Koch-Palast erschaffen.

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