Schimmel vermeiden

So schützt ihr euch vor Schimmel in der Wohnung

Schimmelpilze können überall da entstehen, wo zu viel Feuchtigkeit vorhanden ist. Wie ihr Schimmelbefall in eurer Wohnung oder eurem Haus vorbeugen könnt, haben wir hier für euch zusammengefasst.


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 (Foto: Andrey Popov - stock.adobe.com)

Schimmel in den eigenen oder gemieteten vier Wänden - das ist für viele der absolute Albtraum. In einem aktuellen Fall verhandelt der Bundesgerichtshof darüber, ob bereits die Gefahr einer möglichen Schimmelentstehung ausreichend ist, damit die Miete gekürzt werden kann.

Damit der Schimmel bei euch erst gar keine Chance hat, haben wir hier Tipps für euch, wie ihr Schimmel in der Wohnung vorbeugen könnt.

Richtig lüften

Schimmel entsteht hauptsächlich durch zu hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb kann durch richtiges und ausreichendes Lüften die Schimmelbildung in Räumen vermeiden werden. Je nach Raum könnt ihr unterschiedlich lüften. So empfiehlt das Umweltbundesamt für Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche und Bad regelmäßige Stoßlüftungen. Am besten öffnet ihr in gegenüberliegenden Zimmern die Fenster immer gleichzeitig, damit ein Durchzug (Querlüftung) entsteht. Vor allem im Bad und in der Küche kann in kurzer Zeit sehr viel Feuchtigkeit anfallen, z.B. durch Duschen, Baden und Kochen. Hier hilft kurzes, intensives Durchlüften, um die Feuchtigkeit zu entfernen. Also Fenster auf und Feuchtigkeit raus. Und damit ihr beim Lüften keine Energiekosten verschwendet, dreht während des Lüftens die Heizung ab.

Hygrometer verwenden

Hygrometer messen die Luftfeuchtigkeit. Durch die Geräte bekommt ihr euch einen Überblick über die Luftfeuchtigkeit in den einzelnen Räumen. Im Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer liegen die optimalen Werte für die Luftfeuchtigkeit zwischen 40-60 %. In der Küche sind 50-60% ideal und im Bad 50-70%. Im Keller sollte die Luftfeuchtigkeit bei 50-65% liegen.

Richtig heizen

Auch richtiges Heizen kann Schimmel in der Wohnung vorbeugen. Die ideale Raumtemperatur liegt für Wohnbereiche bei 20 Grad. Und auch Räume, die nicht rund um die Uhr benutzt werden, sollten entsprechend beheizt werden. Als Faustregel gilt: Je niedriger die Raumtemperatur ist, desto häufiger muss gelüftet werden. Denn sobald die Raumtemperatur unter 16 Grad sinkt, kommt es zur Kondensation von Luftfeuchtigkeit. Durch das Entlüften eurer Heizung kann diese ihre volle Leistung erbringen, ihr spart zusätzlich Heizkosten ein und schont die Umwelt.

Blumenerde auf Schimmel kontrollieren

Wenn Blumenerde und Pflanzen zu feucht gehalten werden, kann es passieren, dass die Erde anfängt zu schimmeln. Wechselt die Erde dann aus oder entfernt die verschimmelte Erde.

Möbel weg von den Wänden

Wenn die Möbel zu nah an den Wänden stehen, kann sich dadurch auch Schimmel entwickeln. Große Schränke und Betten sollten, wenn möglich nicht direkt an der Wand stehen, sondern in einem Abstand von 10 cm. Durch die mangelnde Luftzufuhr kann Feuchtigkeit entstehen und das Schimmelwachstum wird begünstigt.