Hilfe nach Einbrüchen

Einbruch - und danach?

Nach einem Einbruch in den eigenen vier Wänden können uns Gefühle wie Schock, Ohnmacht und Angst überrumpeln. Helfen können dann die Polizei und Vereine, die Opferhilfen anbieten.


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 (Foto: Antonioguillem - stock.adobe.com)

Ihr kommt nach Hause und euch erwartet eines der schlimmsten Horrorszenarien überhaupt: Bücher sind quer über den Boden verteilt, Regale ausgeräumt, Schränke durchwühlt und die Wertsachen fehlen. Bei euch wurde eingebrochen. Nach der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik von 2017 sind die Einbruchszahlen in Niedersachsen erneut zurückgegangen auf 13595 Fälle. 2016 waren es noch 16405 Fälle. Aber der Schock sitzt tief und die Gefühle überrumpeln die meisten Opfer in solchen Situationen. Das ist verständlich, aber es muss trotzdem gehandelt werden.

Die Polizei verständigen

Das ist der erste Schritt. Die Beamten kommen dann bei euch vorbei und die Spurensicherung nimmt den Tatort auf. Bei den gestohlenen Gegenständen muss es sich nicht immer um materiell wertvolle Dinge wie Schmuck handeln. Oft verschwinden Dinge mit einem hohen emotionalen Wert. Die Beamten versuchen in solchen Augenblicken zu trösten, allerdings sind die Chancen, die gestohlenen Gegenstände wiederzufinden, gering.

Aufräumen und Nachdenken

Nachdem die Polizei den Tatort gesichert hat, könnt ihr beginnen aufzuräumen. Vielleicht kommt dann bei euch die Frage auf, ob ihr die Sachen tatsächlich noch behalten oder lieber wegschmeißen möchtet? Wie zum Beispiel die Kleidung, in der der Einbrecher herum gewühlt hat. Das sind Fragen, die ihr euch nur selbst beantworten könnt und für die ihr euch die entsprechende Zeit nehmen solltet.

Versicherer und Handwerker

Eure Versicherung wird einen Schadenregulierer bei euch vorbeischicken und die Versicherungsunterlagen werden geprüft. Prinzipiell sind Einbruchsschäden über die Haftpflichtversicherung abgedeckt. Danach kann der Handwerker vorbeikommen und den Schaden an Haustür, Fenstern oder Terrassentür entsprechend nach den Vorgaben der Versicherung reparieren.

Sich beraten lassen und die Angst überwinden

In der Regel lassen die Polizisten bei der Tatortaufnahme die Kontaktdaten zu polizeilichen Beratungsstellen da. An diese Stellen könnt ihr euch wenden, wenn ihr euch zum Beispiel zum Thema Einbruchsschutz beraten lassen möchtet. Wenn ihr möchtet, kommt der polizeiliche Berater auch zu Euch nach Hause. Mit entsprechender Sicherheitstechnik kann das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden wiederhergestellt werden. Hilfe nach Wohnungseinbrüchen gibt es auch beim Weißen Ring oder der Opferhilfe Niedersachsen.