Ein Haus zum Kosten und Energie sparen

Das KfW-Effizienzhaus zahlt sich aus

Ein Hausbau ist die größte Investition im Leben vieler Menschen aus Niedersachsen und dem gesamten Bundesgebiet. Hier ein paar Tipps zur Finanzplanung.


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Ein Hausbau ist die größte Investition im Leben vieler Menschen aus Niedersachsen und dem gesamten Bundesgebiet. Daher funktioniert er nur mit einer soliden Finanzplanung: Das vorhandene Eigenkapital und der darüber hinaus gehende Bedarf an Fremdkapital werden ermittelt und der Baukredit dann in Raten über Jahre zurückgezahlt. Doch nicht nur der Ersterwerb eines Hauses kostet Geld, auch die Nutzung und Instandhaltung eines Eigenheims verursacht Kosten. Diese Kosten lassen sich mit einem modernen KfW-Effizienzhaus dauerhaft reduzieren. Mehr noch: Auch schon der Ersterwerb einer Immobilie wird von der KfW-Bank mit zinsgünstigen Darlehen und attraktiven Tilgungszuschüssen unterstützt, sofern das Haus energetisch auf die Zukunft ausgelegt ist.

Hausbau heute: Energieeffizienz im Auge behalten

Nicht nur der niedersächsische Bauherr, sondern auch die Bundesregierung weiß: Ein Eigenheim dient als sicheres Zuhause und zuverlässige Altersvorsorge. Auf der anderen Seite ist der gesamte Gebäudebestand in Deutschland für mehr als ein Drittel des bundesweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Dieser Verbrauch soll mit Blick auf die Klimaziele der Bundesregierung und der Vereinten Nationen (UN) reduziert werden. Daher möchte der Staat bewirken, dass die Bevölkerung Häuser baut, die möglichst wenig Energie für Heizung und Strom benötigen.

Hierzu fordert er einerseits die Einhaltung rechtlicher Grundlagen wie zum Beispiel der Energieeinsparverordnung (EnEV) ein. Andererseits fördert er Bauherren durch das Programm „Energieeffizient bauen“ der staatlichen KfW-Bank. Erfüllt der Bauherr die Förderkriterien, dann profitieren alle Beteiligten: Der Staat ist seinen Klimazielen einen Schritt näher; der Bauherr tut etwas Gutes für die Umwelt und erhält als Belohnung einen zinsgünstigen Kredit samt Tilgungszuschuss. Obendrein senkt er mit der Entscheidung für moderne Energiespartechnik dauerhaft seine laufenden Energiekosten.

Was ist ein KfW-Effizienzhaus?

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Ein KfW-Effizienzhaus ist ein Haus zum Energie und Kosten sparen. Dieses wird von der staatlichen KfW-Bank gefördert, wenn es bestimmte Förderrichtlinien einhält, das heißt Messwerte und Ausstattungsmerkmale für energieeffizientes Bauen erfüllt. Die KfW-Bank ist die größte nationale Förderbank der Welt. Sie hat drei eigene Energiestandards für Effizienzhäuser festgelegt. Ein KfW-Effizienzhaus wird immer aus energieeffizienten Baumaterialien errichtet und mit sparsamer Haustechnik ausgestattet. Je besser der KfW-Effizienzhaus-Standard, desto mehr können Bauherren profitieren.

KfW-Effizienzhaus 55, 40 und 40 Plus

Die drei Förderstandards 55, 40 und 40 Plus des KfW-Programms „Energieeffizient bauen“ wurden auf Grundlage eines fiktiven Referenzgebäudes festgelegt. Das Referenzgebäude besitzt einen Energiebedarf von 100 Prozent. Die geförderten KfW-Effizienzhäuser benötigen dagegen nur 55 oder sogar nur 40 Prozent der Energiemenge des Referenzgebäudes. Um den Standard „KfW-Effizienzhaus 40 Plus“ zu erreichen, sind über eine energieeffiziente Bauweise hinaus weitere haustechnische Anlagen notwendig: Hierzu gehören zum Beispiel ein hauseigener Stromspeicher, eine Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des KfW-Effizienzhauses 40.

In welcher Höhe wird der Bauherr gefördert?

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Energiesparen schön und gut, doch was springt für den Bauherrn finanziell dabei heraus? Zunächst einmal erhält er von der KfW-Bank einen Kredit in Höhe von bis zu 100.000 Euro mit einem effektiven Jahreszins ab 1,46 Prozent, wenn sein neues Eigenheim einem der drei KfW-Effizienzhaus-Standards entspricht. Zusätzlich bekommt er einen Tilgungszuschuss, der zur Folge hat, dass er nicht die gesamte Kreditsumme aus eigener Tasche zurückzahlen muss. Er spart also bares Geld. Bei einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus ist der Tilgungszuschuss mit 15.000 Euro am höchsten. Bei einem KfW-Effizienzhaus 40 beträgt er 10.000 Euro und beim KfW-Effizienzhaus 55 immerhin noch 5.000 Euro.

Darüber hinaus spart der Bauherr langfristig laufende Energiekosten, die er sonst an einen Energiekonzern zahlen müsste. Sogar die Unabhängigkeit vom Stromanbieter ist weitestgehend möglich: Die besonders sparsamen Effizienzhäuser mit Photovoltaikanlage erzeugen je nach Standort über weite Strecken des Jahres mehr Strom, als ihre Bewohner verbrauchen. So können sich auch die etwas höheren Anschaffungskosten für die effiziente Haustechnik schon nach kurzer Zeit bezahlt machen.

Ein Effizienzhaus bauen: Wie geht das?

Alle möglichen Förderungen beim Hausbau – hier gibt es noch mehr als die für energieeffizientes Bauen der KfW-Bank – werden in der Regel über das Finanzinstitut des Vertrauens beantragt und abgewickelt. Die Bank oder Sparkasse stellt gemeinsam mit der Baufamilie eine solide Finanzierung für den Hausbau auf die Beine. Die Finanzierung berücksichtigt auch das Kapital aus Fördertöpfen, wie dem der KfW-Bank oder von Landesbanken. Die Ratenzahlungen werden auf die finanziellen Rahmenbedingungen der Baufamilie hin angepasst. Auch ein verzögerter Beginn der ersten Rückzahlung ist zumeist möglich.

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Wenn es an die Planung und den Bau des Effizienzhauses geht, sind die Förderkriterien der KfW-Bank zwingend einzuhalten und nachzuweisen. Zur Kontrolle ist ein Experte für Energieeffizienz in den Hausbauvorgang einzubeziehen. Besonders leicht fällt die Umsetzung eines KfW-Effizienzhauses unter Zuhilfenahme eines erfahrenen Bauunternehmens. Das entwirft einen exakten Plan des Neubaus und errichtet diesen auf Wunsch sogar schlüsselfertig. Gerade die Hersteller von Holz-Fertighäusern haben sich in den vergangenen Jahren bei der Umsetzung von energiesparsamen und förderfähigen KfW-Effizienzhäusern hervorgetan.

Fertighäuser sind vorbildliche KfW-Effizienzhäuser

Die moderne Holz-Fertigbauweise scheint besonders gut für energieeffiziente Neubauten geeignet zu sein. Das liegt erstens an einer zweckmäßigen Nutzung erneuerbarer Energien; zweitens an einem intelligenten Energiemanagement aus der Hand eines erfahrenen Hausherstellers; und drittens an den cleveren bauphysikalischen Eigenschaften der Fertighäuser. Die führenden Fertighaushersteller reduzieren gemeinsam mit ihren qualifizierten Zulieferunternehmen stetig den hausinternen Bedarf an Wärme und Strom, bringen dabei neueste Energiespartechnik zum Einsatz und planen jedes Haus nicht nur architektonisch, sondern auch energetisch individuell und zukunftssicher. Dabei folgen sie dem Grundsatz: „Die umweltfreundlichste Energie ist diejenige, die gar nicht erst verbraucht wird.“

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Der Bauherr profitiert von den bauphysikalischen Vorteilen des bevorzugten Baustoffs Holz sowie von intelligenten Dämmkonstruktionen. Bei einem Fertighaus werden die Dämmstoffe heute nicht einfach von außen auf die Wand aufgebracht, sondern in mehreren Schichten ins Innere der Wände integriert. Dadurch ist das Haus umso besser gedämmt. Darüber hinaus besitzt der Baustoff Holz im Vergleich mit anderen Baumaterialien per se eine schlechtere Wärmeleitfähigkeit, das heißt die Heizungswärme wird langsamer nach außen abgegeben.

Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) wurden im vergangenen Jahr 86 Prozent aller von BDF-Unternehmen gebauten Fertighäuser als KfW-Effizienzhäuser realisiert. Sowohl bei der Planung jedes einzelnen Hauses als auch beim Aufstellen des jeweils individuellen Finanzplans biete das Förderprogramm der KfW-Bank deutlich mehr Möglichkeiten als Grenzen, so der Verband. Wer mit Blick auf die Zukunft bauen möchte, käme ohnehin nicht darum herum, sich mit der Energieeffizienz seines Eigenheims auseinanderzusetzen. Die KfW-Bank schaffe dafür einen weiteren sinnvollen Anreiz.

Bild 1: BDF/Hanse Haus
Bild 2: BDF/Partner Haus
Bild 3: BDF/Gruber
Bild 4: BDF/WeberHaus
Bild 5: BDF/Sonnleitner