Bautrends

Baugrund und Bautrends im Überblick

Die Liste der Wohnbaugrundstücke in Niedersachsen ist lang. Damit einhergeht die gute Nachricht an alle potentiellen Häuslebauer, denn Baugrund ist hier (noch) verfügbar. Wo sich diese Baugrundstücke befinden und welche Trends künftige Häuslebauer dort umsetzen könnten, soll dieser Beitrag zeigen.


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Foto: pixabay.com © SatyaPrem (CC0 Public Domain)

Wohnbaugrundstücke in Niedersachen nach Postleitzahlen

Die niedersächsische Landesgesellschaft mbH hält online eine Liste von Wohnbaugrundstücken in Niedersachen vor. Gegliedert nach Postleitzahlen zeigt diese Liste dieses Bild an verfügbarem Baugrund:

  • PLZ-Bereich 1*****: Neuhaus
  • PLZ-Bereich 2*****: Melle, Bleckede, Winsen-Luhe, Hohnstorf, Varel, Bockhorn, Wittmund, Schortens, Hohenkirchen, Großefehn, Apen, Krummhörn, Weener, Bunde, Jemgum, Elsfleth, Beverstedt, Schiffdorf, Wittinngen, Wustrow, Rosche
  • PLZ-Bereich 3*****: Elze, Söhlde, Neustadt, Steimbke, Rinteln, Springe, Bad Münder, Emmerthal, Dransfeld, Adelebsen, Uslar, Nörten-Hardenberg, Kreiensen, Bad Harzburg
  • PLZ-Bereich 4*****: Salzbergen, Hilter, Ostercappeln, Dissen, Diepholz, Damme, Badbergen, Meppen, Haren, Geeste, Renkenberge, Niederlangen

Diese Trends könnten Häuslebauer dort umsetzen

Was im Detail im jeweiligen Baugebiet umsetzbar ist, regelt der geltende Bebauungsplan. Da der grundsätzliche Trend dahin geht, Bauherren möglichst viele Freiheiten zu gewähren, sollen die folgenden Bautrends nun für Inspiration sorgen:

Bauen mit Weitsicht

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Die Smart-Home-Technologie hält vielerorts Einzug. / Foto: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)

Unter dieser Überschrift lassen sich all die Trends vereinen, die in punkto Wohnraumgestaltung und Technik auf Nachhaltigkeit und Zukunft setzen. Das heißt: Sowohl die Anlage eines barrierefreien Bades als auch die Installation von Smart-Home-Technik sind und bleiben Trends im Hausbaubereich, die aktuelle Trends aufgreifen und für die Zukunft rüsten. Im Fokus der Smart-Home-Anhänger steht zweierlei: der Komfort für den Bewohner und die Einsparung von Energie durch smarte Heizung, Belüftung usw. Wer sich langsam an die smarte Technik im Haus gewöhnen möchte, beginnt vermutlich mit Google Home oder Alexa.

Durchdachte Grundrisse und Hausformen

Mehr als es bisher der Fall war, konzentrieren sich Bauherren auf die Hausform und die Anlage des Grundrisses. Das passiert nicht nur mit Blick auf die Nutzung, sondern auch mit Blick auf das Portemonnaie, denn eine umsichtige Gestaltung und Anlage kann bares Geld sparen. So ist es zum Beispiel langfristig günstiger, auf eine Gebäudehülle zu setzen, die nur wenige „Ausbuchtungen“ (wie beispielsweise Erker oder Balkone) aufweist. Das spart Energiekosten. Auch die Anordnung der Räume ist von großer Bedeutung. Während Wohnräume lichtdurchflutet platziert werden sollten und immer häufiger auch komplette Fensterfronten aufweisen, dürfen Haushaltsräume und Gänge gerne in weniger wohnlichen Ecken platziert werden.

Natürliches trägt dem Ökologie-Gedanken Rechnung

Zunehmend häufiger setzen Häuslebauer auf ökologische Baustoffe in ihrem Zuhause. Dabei wird der positive Effekt auf das Raumklima deutlich höher bewertet als der Pflegeaufwand. Dieser sowie die eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten bei der Verwendung von Holz hielten viele Bauwillige lange Zeit davon ab, auf den Naturstoff Holz zu setzen. Dabei punktet dieser nicht nur als natürliches Material auf ganzer Linie sondern wartet mittlerweile auch mit verschiedenen Gestaltungsvarianten auf. Der Fenster- und Türenhersteller Rekord erklärt hier, wie viele Oberflächenvarianten es geben kann, obgleich die Basis der modernen Haustür von heute durchaus aus dem Naturstoff Holz bestehen kann. Dass Holz sich als Baustoff seinen Weg bahnt, zeigt auch ein Blick in diesen Trendreport. Direkt auf Rang 1 der Bautrends haben es nämlich urbane Hochhäuser geschafft – und zwar aus Holz.

Das Flachdach – ein Modell für wahre Fans!?

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Es gibt durchaus einfachere Wünsche, als ein Flachdach zu realisieren, aber der Trend geht vielerorts zum Kubus, statt zum Haus mit Satteldach. / Foto: pixabay.com © SatyaPrem (CC0 Public Domain)

Rein von der Logik her ist ein Flachdach in jedem Fall die bessere Wahl. Es offeriert eine gerade Hülle, lässt sich ggf. sogar als Dachterrasse nutzen und macht die Möblierung deutlich einfacher als ein Dach, welches Schrägen ins Obergeschoss zaubert. Wie viele Fans das Flachdach im Privatbereich für sich gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Puristisch aber mächtig wirken die Modelle, die ganz ohne gemütlich anmutendes Schrägdach daherkommen und im Fachjargon häufig als „Kubus“ bezeichnet werden. Was kaum einer weiß, ist die Sorge, die das Flachdach den Bauträgern beschert, denn im Vergleich zum Satteldach ist das Flachdach in punkto Konstruktion und Funktionalität deutlich schwieriger zu handeln. Aber: Das Flachdach bahnt auch einem weiteren Trend den Weg: Grüne Dächer und sogenannte Lichtkuppeln werden immer häufiger nachgefragt. Kein Wunder, bieten sie doch entweder einen enorm hohen Lichteinfall oder einen Garten auf dem Dach, der in den meisten Fällen sogar nicht einsehbar ist.

Neue Baumaterialien erobern den Markt

Bis wann die neuen Baumaterialien im Markt auch für Privatgebäude verfügbar sein werden, bleibt offen. Was sich jedoch in großen Städten bereits zeigt, könnte auch privat-tauglich werden. Die Rede ist von Carbonbeton, der ein großer Konkurrent zum altbekannten Beton darstellt. Neben der wirtschaftlichen und nachhaltigen Attraktivität des Baustoffs ist er auch noch eins: optisch schöner. Filigrane Bauten mit Kohlenstofffasern werden damit möglich. Auch weitere, neue Bio-Baustoffe drängen auf den Markt. Aktuell stehen Myzellen im Fokus der Wissenschaftler. So wird das stark nachwachsende, unterirdische Geflecht von Pilzen bezeichnet, das sich geradezu um einen Rang in den Dämm- und Baustoffmaterialien bewirbt.