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Alte Verträge beim Umzug checken

Über eine Million Menschen ziehen jährlich in Deutschland um. Dabei es es gleich, ob der Haushalt zusammengelegt wird oder ob der Standort komplett geändert wird. Bei jedem Umzug ist es aber ratsam, sich die alten Verträge noch einmal anzuschauen und gegebenenfalls zu wechseln. Zudem müssen natürlich einige Verträge geändert oder gar gekündigt werden, was dann heißt, dass man vielleicht auf einen günstigeren Anbieter zurückgreifen kann.


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Den Stromtarif unter die Lupe nehmen

Wer innerhalb der Region umzieht, macht es sich meist einfach und lässt fast alles so bestehen. Doch gerade hier kann es wichtig sein, verschiedene Stromtarife zu vergleichen und bares Geld zu sparen. Daher lohnt sich ein Blick auf Preisvergleichseiten wie z.B. Stromvergleich.de oder andere Anbieter. Weiterhin ist natürlich auch wichtig, den alten Vertrag, bei Auszug aus der Wohnung zu kündigen oder umzumelden. Wird dies nicht gemacht, muss für die alte Wohnung weiter gezahlt werden.

Wer jedoch in eine neue Wohnung einzieht, muss in der Regel keinen Vertrag abschließen, da beim Einzug Strom verfügbar ist – mit und ohne Stromliefervertrag. Denn in Deutschland hat jeder das Recht, über das öffentliche Netz seinen Strom zu beziehen. Dies heißt, dass in der neuen Wohnung Strom genutzt werden kann, ohne dass vorher ein Vertrag mit dem Stromanbieter abgeschlossen wurde.

Indem der Mieter das Stromnetz erstmals nutzt, kommt automatisch ein Stromvertrag zustanden. Dabei ist der Vertragspartner der Grundversorger in der Region (§ 38 EnWG). Nicht immer ist dies jedoch der günstigste Vertrag, weshalb hier auf jeden Fall verglichen werden sollte.

Was ist der Unterschied zwischen Grundversorgung und Ersatzversorgung?

Natürlich werden sich jetzt einige fragen, was der Unterschied zwischen Ersatz- und Grundversorgung ist. Dies ist ganz einfach erklärt.

  • Die Ersatzversorgung ist die Versorgung mit Strom, wenn sie an einen Stromlieferanten gebunden sind, die Stromversorgung aber nicht mehr möglich ist. Geht der Stromversorger in Insolvenz, fällt der Kunde automatisch in die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers.
  • Grundversorger ist der Anbieter, der in der Region die meisten Kunden hat. In der Regel sind dies die Stadtwerke. Viele Grundversorger haben zuletzt ihre Preise erhöht, so auch regionale Anbieter.

Die Gründe, dass der bisherige Stromversorger nicht mehr liefern kann, können beispielsweise eine Insolvenz sein. Doch auch, wenn der Zugang zu den Netzen verweigert wird, fällt man automatisch in die Ersatzversorgung, aus der man aber schnell und einfach wieder herauskommt.

Die Ersatzversorgung ist drei Monate möglich, sonst fällt der Nutzer automatisch in die Grundversorgung. Dies heißt, dass man drei Monate Zeit hat, einen neuen Anbieter zu finden, der dann den Strom liefert. Gekündigt werden kann die Ersatzversorgung zu jedem Zeitpunkt. Die Kündigung und alle Formalitäten übernimmt in der Regel der neue Stromanbieter, sodass man sich um nichts kümmern muss.

Stromvergleich lohnt sich

Die Grund- und Ersatzversorgung mit Strom ist in Deutschland teuer. Wer geschickt die Anbieter unter die Lupe nimmt, kann hierbei zwischen 6 und 10 Prozent sparen. Im günstigsten Fall sogar 15 Prozent. Hierbei ist natürlich auch darauf zu achten, dass der Anbieter seriös ist. Nicht empfehlenswert sind hierbei Anbieter, bei denen der Strom für ein Jahr im Voraus gezahlt werden muss. Denn geht der Anbieter in Insolvenz, ist das Geld futsch und letztendlich zahlt man das Doppelte, da ja für den Rest vom Jahr ein weiterer Vertrag abgeschlossen und bezahlt werden muss.

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Bei Stromtarifvergleichen ist in der Regel auch einzusehen, wie andere Nutzer den Stromanbieter bewerten. Hier kann man sich schon ein gutes Bild über die Seriosität machen und kann sehen, ob bei anderen Nutzern alles glattläuft. So fällt die Entscheidung oftmals recht einfach und man spart bares Geld.

Andere Verträge sollten ebenfalls geprüft werden

Wer umzieht, sollte grundsätzlich immer seine alten Verträge überprüfen. Zum einen, um diese auf den neuen Wohnsitz anzumelden und zum anderen, um zu schauen, ob man Geld sparen kann. Es gibt immer günstigere Anbieter auf dem Markt. Sei es für den Telefon- oder Internetanschluss oder auch für die Hausratversicherung. Hierbei müssen vor allem die Umstände gecheckt werden und, ob die Versicherungssumme erhöht werden soll. Insbesondere die Hausratversicherung sollte so und so jährlich genau unter die Lupe genommen und dann entsprechend angepasst werden. Nur so erhält man im Schadensfall auch das, was einem zusteht.

Außerdem richtet sich die Hausratversicherung auch nach der Quadratmeterzahl, weshalb es nicht selten vorkommt, dass die Versicherer unterversichert sind. Im Schadensfall kann das verheerende Ausmaße annehmen und man auf den Kosten sitzen bleiben. Mit einer jährlichen Prüfung der Hausratversicherung kann dies umgangen werden.

Telefon- und Internetanbieter wechseln

Der Wechsel des Telefon- und Internetanbieters hingegen ist nicht so einfach. Denn ein Umzug rechtfertigt keine Kündigung. Es heißt zwar, wer ins Ausland zieht, hat ein außerordentliches Kündigungsrecht, sollte darauf aber nicht hoffen. Aus einem Telefon- und Internetvertrag kommt man nicht so schnell heraus. Diese muss in der Regel so lange gezahlt werden, bis der Vertrag ausläuft. Dies heißt, dass man im schlimmsten Fall doppelt zahlen muss – nämlich den alten Vertrag, sollte der Anbieter am neuen Wohnort nicht vorhanden sein oder leisten können, und den neuen Vertrag.

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Leider haben schon viele versucht aus diesen Verträgen herauszukommen, aber auch trotz Anwalt war es nicht möglich. Daher ist bei einem Umzug der Telefon- und Internetvertrag genau zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt und ob der Anbieter auch am neuen Standort vertreten ist, um höhen Kosten zu entgehen.

Natürlich ist es am Einfachsten, wenn alles so bleibt, wie es ist. Es erspart vor allem auch viel Arbeit und Rennerei. Ein Ummelden der Versicherungen oder der Verträge kann damit aber nicht umgangen werden. Und wer schon den Vertrag in der Hand hat, kann ihn dann auch gleich überprüfen und dann vielleicht noch Geld sparen.