Garten-Tipp

Achtung Nachtfrost - so schützt ihr eure Pflanzen

Die nächtlichen Minus-Temperaturen lassen so manchen Hobbygärtner verzweifeln. Wir haben eine Gartenexpertin gefragt, wie gefährlich der Nachtfrost für die Pflanzen ist und wie man sie schützen kann.


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 (Foto: picture-alliance/ ZB)

Schon ärgerlich. Da stellt man die Pflanzen nach dem Winter Anfang April bei herrlich warmen 17 Grad wieder an die frische Luft und dann das... Nachtfrost. Die Temperaturen rutschen nachts in den Minus-Bereich und das schmeckt vielen Pflanzen natürlich gar nicht. Bei einigen (z.B. Geranie oder Margerite) kann der Frost tödlich sein. Andere sind da härter im Nehmen. Wir haben mit Isabell Stannek vom Gartencenter Florus in Isernhagen gesprochen. Das sind ihre Tipps:

  • Viele Pflanzen halten den verhältnismäßig kurzen Nachtfrost gut aus. Wenn es wie jetzt noch einmal kalt wird, frieren die Pflanzen zurück, treiben aber bei wärmeren Temperaturen wieder durch. Gebt euren Pflanzen also noch eine Chance ;-)
  • Wenn es geht, holt eure Pflanzen (z.B. Kübelpflanzen oder Palmen) noch einmal nach drinnen und stellt sie an einen hellen, kühlen Platz.
  • Zum Schutz vor Frosttagen könnt ihr die Pflanzen auch mit einem leichten Vlies abdecken.
  • Auch Pflanzen können einen Sonnenbrand kriegen. Wenn ihr die Pflanzen also wieder rausstellt, dann nicht gleich in die pralle Mittagssonne. Nach den Wintermonaten müssen sich die Pflanzen erst wieder an die Sonne gewöhnen.
  • Bis Mitte Mai zu den „Eisheiligen“ solltet ihr auf jeden Fall den Wetterbericht im Auge haben.
  • Spätestens ab Mitte Mai können Pflanzen wieder problemlos nach draußen gestellt werden.
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 (Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

So bekämpfen die Obstbauern im Alten Land den Frost

Das Zittern hat begonnen: Die Schäden der ersten Frostnacht zur Blütezeit 2017 haben die Obstbauern am Mittwoch noch nicht ermessen können. Eisige Temperaturen lassen sie um Anbau und Erträge fürchten. "Der Schaden, gerade bei den Kirschen, ist noch nicht absehbar", sagte Dr. Karsten Klopp vom Obstbauzentrum Esteburg im Alten Land. Der Apfelanbau sei wohl zunächst verschont geblieben.

Gerade Kirsch-, Birnen- und Apfelbauern im Alten Land waren in der vergangenen Nacht besonders aufmerksam. Sie warfen Beregnungsanlagen an, die Wasser versprühen. Das gefriert um die Blüten, die dabei freiwerdende Energie wärmt diese. "Der Einsatz war auf jeden Fall notwendig", sagte Ulrich Harms vom Bauernverband Hamburg. Dramatisch sei die Nacht bei geringen Minustemperaturen nicht gewesen. Doch der nächste Frost ist bereits angekündigt.