Komische Namen

Warum heißt unser Essen so komisch?

Kaiserschmarrn, Tote Oma, Strammer Max. Es gibt einige Gerichte unter deren Bedeutung man sich nicht gleich etwas vorstellen könnte - wenn man sie noch nicht mehrfach gegessen hätte. Woher kommen die Namen bloß?


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Strammer Max

Anfang des 20. Jahrhunderts lebte ein Mann namens Maximilian in Thüringen. Nach einer Lebensmittellieferung hatte er versehentlich übermäßig viele Eier bekommen und erfand damit das mit Wurst und Ei belegte Brot, das er seinen Soldaten von nun an zum Frühstück servierte. Dem Mythos zu Folge regte dies jedoch die Potenz derart an, dass sich die Soldaten mehr für das weibliche Geschlecht interessierten als für ihre Arbeit in der Armee. Daraufhin musste Maximilian mehrere Stunden "stramm" stehen.


Falscher Hase

Früher wurde der Hackbraten oft in Hasenformen oder Pfannen gebacken. Außerdem war es üblich, den Hackbraten mit der Hand zu einem Hasen zu formen, daher der Name "Falscher Hase".


Tote Oma

Einfacher als Grützwurst bezeichnet, kennen viele das Gericht "Tote Oma". Und das hat das Gericht seinem Aussehen zu verdanken, weil es oft eher unappetitlich aussieht, wird es auch als "Unfall" und "Verkehrsunfall" bezeichnet. Oder eben als "Tote Oma".


Kalte Schnauze

Weil die Oberfläche der kalten Süßspeise an eine nasse Schnauze eines Hundes erinnert, wurde ihr der Name "Kalte Schnauze" gegeben. Die "Kalte Schnauze" ist auch unter den Namen "Kalter Hund", "Kalte Pracht", "Schwarzer Peter", "Kalter Igel", "Wandsbeker Speck" oder "Kellerkuchen" bekannt.


Kaiserschmarrn

Hat der Kaiserschmarrn wirklich was mit dem Kaiser zu tun? Eine am häufigsten erzählte Geschichte besagt, dass zur Hochzeit von Elisabeth und Kaiser Franz Josef zu Ehren der Kaiserin ein "Kaiserinschmarrn" entwickelt wurde. Da jedoch die Speise beim Kaiser besser ankam, wurde aus dem Namen kurzerhand "Kaiserschmarrn".


Armer Ritter

Nach den Kriegen oder nach dem die Ritter ihre Macht verloren hatten, konnten sie sich nichts anderes als Weizenbrot, etwas Milch und ein paar Eier leisten. Sie tränkten die Weizenbrotscheiben in Eiermilch und haben sie anschließend in reichlich Butter gebacken. Wenn es schon kein Fleisch gab, sollte es wenigstens eine ordentliche Portion Fett für die "armen Ritter" geben. Der Name "Armer Ritter" ist bis heute für das Gericht geblieben, es ist aber auch unter den Namen "Semmelnudeln", "Semmelschnitten", "Pofesen" oder "Fotzelschnitten" bekannt.