9. September 2017 STARS for FREE 2017
9. September 2017

Holzkohle? Gas? Elektro? Oder doch etwas ganz anderes? Der Grill-Vergleich

Welcher Grill ist der Richtige? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Als kleine Entscheidungshilfe haben wir uns die Stärken und Schwächen von verschiedenen Geräten angeschaut und verraten euch, welcher Grill zu euch passt.


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(Foto: Fotolia)

Holzkohlegrill

Pro

Er ist einfach der Klassiker: Kein anderer Grill vermittelt den ursprünglichen Reiz der Nahrungszubereitung über offenem Feuer so authentisch. Die rauchende Kohle gehört für viele einfach dazu und macht das Grillen erst zu einem richtigen Erlebnis. Nicht umsonst macht die Holzkohle-Variante etwa drei Viertel aller Grills aus. Die Modellvielfalt bei den Holzkohlegrills ist enorm – sie reicht vom Einwegmodell bis zum Luxusgerät mit Deckel für Grillprofis. Eine zunehmend beliebte Variante ist der Kugelgrill, der durch seine spezielle Konstruktion auch indirektes Grillen und schonendes Garen ermöglicht.

Contra

Für Ungeduldige ist der Holzkohlegrill mit Aufheizzeiten von etwa 30 Minuten definitiv ungeeignet. Wenn das Grillfest mal länger dauert und Kohle nachgelegt werden muss, heißt es erneut: warten. Probleme bereitet der Holzkohlegrill außerdem, wenn man keinen eigenen Garten hat oder das Wetter nicht mitspielt. Die Benutzung auf dem Balkon ist meist vom Vermieter untersagt.

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(Foto: Fotolia)

Gasgrill

Pro

Der Gasgrill erfreut sich unter Grillprofis größter Beliebtheit, aber auch unter den Hobby-Grillern wächst die Zahl der Fans von den mit Flüssiggas betriebenen Geräten. Die erfreuen besonders die ganz Hungrigen, denn die Anheizzeit ist kurz und der Grill somit spontan einsetzbar. Hinzu kommt eine leicht regelbare Temperatur und geringe Asche- und Rauchentwicklung. Technische Feinheiten machen Gasgrills der gehobenen Preis- und Qualitätsklasse zu mobilen Mini-Küchen, die eine Vielzahl an Zusatzfunktionen bieten und unter Umständen der heimischen Küche Konkurrenz machen.

Contra

So ein Luxus hat natürlich seinen Preis und das nicht nur wörtlichen Sinne. Zum einen schlagen sich die technischen Raffinessen von Qualitätsgeräten in einem hohen Anschaffungspreis nieder, zum anderen sind Gasgrills im Vergleich zur Konkurrenz recht sperrig und schwer und daher nichts für den Ausflug in den Park.

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(Foto: Fotolia)

Elektrogrill

Pro

Seine größte Stärke ist die minimale Rauchentwicklung, weswegen der Einsatz von Elektrogrills auf dem Balkon oder in der Wohnung ist von Vermietern in vielen Fällen erlaubt ist. Ein Elektrogrill kann sich deshalb auch als der Retter in der Not erweisen, wenn wegen unerwarteter Regenschauer das Grillen vom Freien in die Wohnung verlegt werden muss. Anders als bei der Konkurrenz muss man keinen Brennstoff lagern, der Grill ist somit jeder Zeit startklar und für spontane Anlässe geeignet. Zudem hält sich der Platzbedarf in Grenzen.

Contra

Die Ortswahl ist durch das Anschlusskabel stark eingeschränkt. Mitten im Grünen kann man mit dem Elektrogrill nicht allzu viel anfangen. Viele Grill-Fans vermissen beim Elektrogrill den Charme des offenen Feueres. Die richtige Atmosphäre kommt ohne züngelnde Flammen und den typischen Grill-Geruch nicht auf.

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(Foto: Fotolia)

Smoker

Pro

Dieser aus den USA kommende Grill besitzt zwei Kammern und gart das Fleisch also quasi mithilfe der heißen Luft und des Rauchs des Feuers, welches in der anderen Kammer brennt. Mit diesem Grill kann man auch Fleischstücke grillen, die eher als "minderwertiges Fleisch" angesehen werden. Wer gerne einen intensiven rauchig-würzigen Geschmack haben möchte, sollte definitiv zu einem Smoker greifen, denn das ist garantiert. Außerdem kann man in einem Smoker viele "untypische" Grillgerichte zubereiten, was mit einem Backofen vergleichbar ist. Auch Pizza geht also!

Contra

Da die Speisen bei einem Smoker nicht direkt über der Glut oder dem Feuer liegen, dauert es natürlich auch viel länger bis etwas gar ist. Hier ist Geduld gefragt.

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(Foto: Fotolia)

Dutch Oven

Pro

Ein Dutch Oven ist ist eine Art Backofen aus Gusseisen, der sich dadurch aufheizt, indem man ihn neben einem Feuer platziert und so warm hält. Oder man kann ihn mit Briketts oder Glut so rundherum beheizen, dass die Speisen im Inneren des Topfes gar werden. Wenn ihr mit einem Dutch Oven grillen wollt, ist das natürlich eine Besonderheit! Man kann darin sowohl Suppen kochen, Brot backen, schmoren oder halt auch grillen. Eine echte Kuriosität!

Contra

Bevor man mit dem Dutch Oven vernünftige Ergebnisse erzielen kann, braucht es anscheinend erst ein paar Fehlversuche. Denn die richtige Dosierung der Briketts oder der Platz am Feuer ist schwer einzuschätzen. Außerdem ist der gusseiserne Topf natürlich auch nicht leicht zu transportieren.