Kaufen, schälen, garen

Das Kürbis-1x1 für eure Küche

In den Supermärkten finden wir wieder jede Menge Kürbisse. Aber mit dem Zubereiten tun sich viele noch schwer. Wir erklären euch, worauf ihr beim Kauf achten solltet, wie ihr den Kürbis zubereitet und ob man ihn am besten kocht, brät oder einlegt.


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Kürbisse sind im Herbst der Renner (Foto: Barbara Pheby - Fotolia)

von Vanessa Casper

Ich wollte unbedingt mal mit Kürbis kochen. Und da fing das Problem schon an. Wie? Daraufhin habe ich mich mal im Internet umgeschaut, was es alles für Tipps gibt und die hier für euch zusammengesstellt.

Kürbisse sind echte Allrounder. Ihr könnt sie für Suppe, Püree, als Gemüse-Beilage, in Kuchen oder Brot verwenden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Darauf solltet ihr beim Kauf achten

Gucken und klopfen ist das Geheimrezept. Die Schale sollte frei von Druckstellen sein. Im Idealfall ist auch der Stiel noch dran, sonst könnte der Kürbis schneller anfangen zu faulen. Wenn sich der Kürbis beim Klopfen hohl anhört, ist er reif. Wenn ihr nicht gerade für eine Fußballmannschaft kocht, solltet ihr kleine Kürbisse bevorzugen. Die haben festeres Fleisch und sind weniger fasrig und wässrig.

Die beliebtesten Kürbisarten

Kürbisse gibt es in zahlreichen Varianten. Die beliebtesten sind folgende drei:

  • Hokkaido - wohl der beliebteste aller Kürbisse. Er hat ein leichtes nussiges Aromas und kann sogar mit Schale zubereitet werden. Durch seine schöne handlich runde Form auch gut zum Füllen geeignet.
  • Butternut - dieser Kürbis wird vor allem gerne für süße Zubereitungsarten mit Kürbis verwendet, da er (dem Namen entsprechend) eine buttrige Note mitbringt. Also perfekt für Kürbiskuchen.
  • Muskatkürbis - wenn ihr Gäste bekommt, ist der hier perfekt. Einer der großen Kürbisse, macht sich sehr gut in Suppe, Püree oder als Gemüsebeilage durch sein festes Fruchtfleisch.

Hier findet ihr übrigens eine Übersicht der Kürbissorten und wofür sie sich eignen. Und ein wichtiger Hinweis: Zierkürbisse dienen nur als Deko und sind nicht essbar.

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 (Foto: VRD - stock.adobe.com)

Zubereitung - mit Messer, Gemüseschäler oder roher Gewalt

Hier heißt es: ohne Fleiß kein Preis. Durch das feste Fleisch ist das Zubereiten schweißtreibend. Nutzt auf jeden Fall ein stabiles Messer. Große Kürbisse werden erst in Achtel geteilt und anschließend weiter in Stücke geschnitten. Bei kleinere Kürbissen tut's auch ein Gemüseschäler oder ein scharfes Messer. Ein paar Tipps habe ich noch für euch.

  1. Denkt dran: der Hokkaido kann auch mit Schale zubereitet werden. Wenn ihr aber eine crémige Suppe haben möchtet, solltet ihr ihn dennoch schälen, um die Suppe ganz fein zu haben.
  2. Hört sich brutal an, aber funktioniert wohl. Große Kürbisse könnt ihr einfach aus einem Meter Höhe auf den Boden fallen lassen. Keine Angst, der Kürbis zerspringt nicht in Stücke, sondern bekommt einen Riss und kann zumindest leicht halbiert werden.
  3. Wenn ihr das Kürbisfleisch ohnehin garen wollt, könnt ihr euren Kürbis halbieren und bei 120-150 Grad 20-30 Minuten in den Backofen schieben. Nach einer kurzen Abkühlphase lässt er sich bequem von seiner Schale befreien und schälen.

Wenn ihr noch mehr über den Kürbis erfahren möchtet, haben wir hier Leckere Kürbisrezepte natürlich und die schönsten Ideen zum Kürbisschnitzen .


Die unterschiedlichen Garmethoden

Abgesehen von Suppen, Pürees, Kuchen und Brot ist besonders das Garen interessant. Ihr könnt das Kürbisfleisch braten, backen, dünsten oder kochen. Ich habe es in der Bratpfanne versucht und war mit meinem ersten Versuch sehr zufrieden. Gerade für Anfänger geeignet.

Zu Beachten ist die Garzeit der Kürbisse. Hokkaido und Butternut werden recht schnell weich, beim Muskatkürbis dauert es etwas länger.

So würzt ihr euren Kürbis

Die gute Nachricht: beim Würzen könnt ihr eigentlich nichts falsch machen. Der dezente Kürbisgeschmack verträgt sich mit jedem Gewürz. Oft genutzt werden folgende Gewürze:

  • Chili, Ingwer und Knoblauch peppen das Gericht auf
  • Curry passt vor allem bei Kürbissuppen
  • entgegengesetzt zum leicht süßlichen Eigengeschmack passt auch gut etwas Zitronen- oder Orangensaft
  • gut als Gemüsebeilage schmeckt Kürbis auch mit Kräutern wie Thymian oder Rosmarin gewürzt

Wichtig: Kürbis schmeckt eigentlich immer dezent süßlich, teilweise nahezu neutral. Aber niemals bitter: Sollte es doch so sein, gleich in den Müll damit.

Richtiges Lagern und Einfrieren

Kürbisse halten sich an dunklen, kühlen Orten bis zu mehreren Wochen. Ideal sind 10-13 Grad. Wenn ihr die Möglichkeit habt, hängt sie in einem Netz auf, um Druckstellen zu vermeiden. Einmal angeschnitten - ab in den Kühlschrank damit. Mit Frischhaltefolie abgedeckt halten sie bis zu einer Woche.

Wenn ihr euren Kürbis einfrieren möchtet, dann am besten als Püree oder in bereits vorgegarten Stücken. Dann ist ja auch das weitere Zubereiten einfacher.

Und jetzt: viel Spaß mit eurem ersten Kürbis und guten Appetit!