Gemüse-Preise

Darum ist Gemüse aktuell so teuer

Wer in diesen Tagen im Supermarkt Gemüse kauft, muss beim Blick auf den Preis stutzen. Ein Eisbergsalat für fast drei Euro, Zucchini für über sechs Euro pro Kilo. Tomaten, Zucchini, Auberginen - alles kostet fast doppelt so viel wie sonst.


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 (Foto: picture alliance / Holger Hollem)

Woran liegt’s?

Der Winter in Südeuropa ist dieses Jahr zu kalt und zu nass, zum Teil haben Überschwemmungen ganze Felder verwüstet. Heißt: Da wo das Gemüse im Winter meistens herkommt, Spanien, Italien, Griechenland und Frankreich haben die Bauern in diesem Winter zum Teil fast die Hälfte ihrer Ernte verloren. Deshalb gibt es weniger Gemüse - und das ist das dann eben entsprechend teurer. Auf dem europäischen Markt macht sich das mit Preissteigerungen von bis zu 100 Prozent bemerkbar.

Die Supermärkte in Großbritannien haben sogar eine Art Kaufsperre eingeführt: Da heißt es jetzt: Pro Kunde maximal drei Salatköpfe!

Betroffen sind von der Preisexplosion sind vor allem Zucchini, Auberginen, Gurken, Tomaten und Blattsalate, also das klassische Sommergemüse. Problem ist auch: Wir sind verwöhnt. Denn viele machen sich beim Einkauf gar keine Gedanken, was gerade saisonal und regional verfügbar ist. Kein Wunder: Meist sind die Supermarktregale ja voll – egal ob Saison oder nicht.

Was mache ich als Verbraucher?

Hans-Dieter Stallknecht vom deutschen Bauernverband rät: „Lieber saisonales Gemüse aus Deutschland kaufen, das gerade wächst oder noch im Lager ist. Das sind zum Beispiel Kohlsorten wie Grünkohl oder Rotkohl, Champignons, Möhren, Pastinaken und Kartoffeln. Um einen Überblick zu bekommen, welches Gemüse gerade bei uns Saison hat, hilft diese Saisonkarte.