Da guckste in die Röhre

Fernsehen früher: Die 10 (fast) vergessenen TV-Fakten

Vor 50 Jahren kam die Farbe ins TV. Dennoch ist das Fernsehen von früher nicht mit dem von heute zu vergleichen. Wer vor 1980 in die Röhre geguckt hat, der kennt diese Punkte...


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 (Foto: Stefan_Weis - stock.adobe.com)
  1. Keine Fernbedienung
    Zappen von Kanal zu Kanal - vollkommen unvorstellbar. Denn um einen Sender zu wechseln, musste man jedesmal vom Sofa aufstehen und zum Fernseher hingehen. Dort waren die Programmknöpfe - maximal zehn an der Zahl.
  2. Programmvielfalt? Fehlanzeige!
    Es gab drei Programme: ARD, ZDF und das jeweilige Regionalprogramm - bei uns in Niedersachsen der NDR. Mit etwas Glück konnte man an der Landesgrenze noch das WDR-Signal abfangen. Aber es gab ja noch die Ostsender. Manche von uns können sich noch an die Sendungen von DDR1 und DDR2 erinnern.
  3. Fernseher? Wo?
    Nicht jeder konnte sich einen Fernsehgerät leisten. Ein aktuelles Modell kostete eine Stange Geld - umgerechnet auf heute etwa neuntausend Euro. Daher waren die Nachbarn mit Fernseher immer sehr beliebt... Manchmal gab es eben nur einen Fernseher in der Straße.
  4. Etwas sperrig
    Die Röhrendinger brauchten Platz - von Flachbild konnte keine Rede sein. Nicht selten kam es vor, dass der Familienvater erst die Rückverkleidung der Wohnzimmerschrankwand aufsägen musste, damit das neue TV-Gerät Platz findet.
  5. TV-Möbel
    Wer etwas auf sich hielt, hatte extra TV-Mobiliar. Kennt ihr noch den alten TV-Fuß? Totschick...
  6. Etwas schwer
    Ja, klar - die Dinger hatten Gewicht, wogen soviel wie ein Kuhlschrank. Puuuhhhh....
  7. "Bleib mal genau so stehen"
    Ja, das Hantieren mit der Zimmerantenne war nicht immer leicht. Die Bildqualität ließ oft zu wünschen übrigen. War natürlich ärgerlich beim Fußballgucken. Und wenn man dann die optimale Antenneposition gefunden hatte, durfte sich niemand mehr bewegen.
  8. "Einigkeit und Recht und Freiheit"
    Ja, am späten Abend hieß es Sendeschluss. Die Programmmacher machten Feierabend. Nachts gab es keine Fernsehsendungen. Und kurz vor dem Sendeschluss wurde natürlich die Deutsche Nationalhymne gespielt. Übrigens: Bis in die 80er Jahre hinein gab es sogar eine Mittagspause. Erst um 15 Uhr ging dann das Programm weiter.
  9. "Guten Abend, meine Damen und Herren"
    Seinerzeit gab es noch den Beruf des "Ansagers". Der begrüßte die Menschen zwischendurch und machte auf das folgende Programm aufmerksam. "Beim nun folgenden Spielfilm 'Das Spukschloss im Spessart' wünschen wir Ihnen gute Unterhaltung..."
  10. Testbild
    Heute nicht mehr zu sehen, weil rund um die Uhr irgendwas gesendet wird. Zu Zeiten von Sendeschluss aber ein echter Dauerbrenner - gerne in Verbindung mit eine Dauer-Signalton.


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 (Foto: Dirk Schumann - stock.adobe.com)