Allergien

Impfstoff für Katzenallergiker

Katzenallergiker sollen bald keine Probleme mehr haben, wenn Katzen in der Nähe sind. Möglich macht das ein neuer Impfstoff, an dem schweizer Forscher arbeiten. Das Besondere: Der Impfstoff wird nicht Menschen verabreicht, sondern Katzen.


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 (Foto: Iryna - stock.adobe.com)

Etwa 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben eine Katzenhaarallergie. Auslöser für die Allergie ist das Protein "Fel d 1", das sich durch Katzenhaare, Hautschuppen, Speichel oder Tränen der Katzen verbreitet. Bereits der Hautkontakt oder das Einatmen von Luftpartikeln oder Katzenhaaren können die Symptome der Allergie auslösen.

Reaktionen können beispielsweise juckende und tränende Augen, eine laufende Nase oder Rötungen der Haut sein. Eine Katzenhaarallergie kann sogar zu Asthma führen.

Impfstoff "HypoCat"

Bisher mussten Allergiker bei einer vorhandenen Katzenhaarallergie auf Tabletten oder Desensibilisierungen zurückgreifen. Doch jetzt gibt es eine neue Möglichkeit. Der Impfstoff "HypoCat" soll helfen.

Forscher des Universitätsspitals Zürich haben den Impfstoff entwickelt. Der Unterschied zu regulären Impfungen ist, dass nicht euch als Allergiker die Spritze verabreicht wird, sondern der Katze. Der Impfstoff "HypoCat" soll das Bilden von Antikörpern auslösen, die die Entstehung des Proteins "Fel d 1" bei der Katze reduzieren.

Tests haben die Wirksamkeit der Impfung bereits nachgewiesen. Die geimpften Katzen haben die gewünschten Antikörper gebildet und auch den Impfstoff "HypoCat" gut vertragen.

Voraussichtlich soll der Impfstoff in drei Jahren, also 2022, auf den Markt kommen.