Das ändert sich ab September

Änderungen im September 2019

Online-Banking und Online-Shopping sollen sicherer werden und bei Aldi werden die Plastiktüten für Obst und Gemüse kostenpflichtig.


Änderungen September alt.jpg
(Foto: Ivan Kruk - stock.adobe.com, picture alliance / Sophia Kembow, picture alliance/dpa, picture alliance / Volkswagen AG)

PSD 2

Im September wird die neue EU-Richtlinie PSD 2 (Payment Services Directive 2), eine zweite Zahlungsdienstrichtlinie, eingeführt. Durch die neue Regelung entstehen beim Online-Banking und beim Online-Shopping einige Veränderungen, die zu mehr Sicherheit führen sollen.

Änderungen beim Online-Banking

iTAN-Listen werden ungültig

Ab dem 14. September 2019 verlieren die gedruckten iTAN-Listen beim Online-Banking ihre Gültigkeit. Grund dafür ist, dass das Verfahren nicht ausreichend sicher ist. Für alle künftigen Transaktionen soll eine aus den Überweisungsdaten dynamisch generierte TAN verwendet werden, das ist bei einer Papierliste mit festgelegten TAN nicht der Fall.

Einige Banken schaffen auch den smsTan bzw. mobileTan ab.Die TAN-Verfahren wie pushTAN bzw. AppTAN oder chipTAN behalten ihre Gültigkeit. Nutzer der iTAN oder mobileTAN können zu diesen Verfahren wechseln.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Zukünftig wird beim Login ein zweiter Faktor benötigt. Die Banken sind dazu verpflichtet, die Zwei-Faktor-Authentifizierung oder auch "starke Kundenauthentifizierung" (englische Abkürzung "SCA" (Strong Customer Authentication)) einzuführen.

Beim Login müsst ihr euch mit zwei von drei Faktoren identifizieren:

  1. Wissen wie z.B. PIN oder Passwort
  2. Biometrie wie z.B. ein Fingerabdruck
  3. Besitz wie z.b. das Handy, die Girocard oder Kreditkarte

Zugriff für Drittanbieter

Laut der EU müssen die Banken auch Drittanbietern Zugriff auf eure Konten und Daten ermöglichen, allerdings nur mit eurer Erlaubnis. Dann können Drittanbieter wie Bezahldienste (z.B. PayPal oder Klarna) die Rechnungssumme nach einem Online-Einkauf automatisch von eurem Konto abbuchen.

Änderungen beim Online-Shopping

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Bisher musstet ihr beim Online-Shopping mit eurer Kreditkarte die Kreditkartennumer, deren Ablaufdatum und die dreistellige Prüfziffer angeben. Bei Zahlungsdiensten wie PayPal musstet ihr euch einloggen.

Ab September wird es ein zweites Verfahren geben, um euren Kauf zu bestätigen. Für die Zwei-Faktor-Authentifizierung wird das gleiche Verfahren angewendet wie beim Online-Banking.

Wann ist die doppelte Authentifizierung nicht nötig?

Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist bei Lastschriftverfahren, Kauf auf Rechnung, dem Bezahlen per Vorkasse und einem Bestellwert unter 30 Euro nicht nötig. Spätestens nach der fünften Zahlung dieser Art und/oder bei einem Gesamtwert der Rechnungen von über 100 Euro kann eure Bank die Zwei-Faktor-Authentifizierung anfordern, wenn ihr bezahlt.

Ihr habt auch die Wahl, bei eurer Bank anzugeben, welche Shops als "sicher" eingestuft werden können. Diese kommen auf die sogenannte "Whitelist". Lasst euch da aber von eurer Bank informieren.

YouTube-Originals für Nicht-Premium-Mitglieder

Ab dem 24. September sollen Youtube-Originals, also Filme und Serien, die es nur auf YouTube zu sehen gibt, auch für nicht-zahlende Nutzer zugänglich sein. Dies allerdings mit Beschränkungen wie Werbeanzeigen und einem nicht sofortigen Zugriff auf alle Folgen einer Staffel, sondern erst nach und nach.

Bis auf diese Änderung haben Premium-Mitglieder immernoch die selben Premium-Vorteile wie zuvor.

Aldi Nord macht Plastiktüten kostenpflichtig

Aldi Nord möchte ab September für die Plastiktüten in der Obst- und Gemüseabteilung einen Cent verlangen. Ziel soll es sein, die Plastiktüten komplett aufzubrauchen und im Herbst durch Mehrzwecknetze zu ersetzen.

Neue Abgasnorm für Neuwagen

Ab dem 1. September gilt auch die neue Abgasnorm Euro 6d-Temp. Alle neuzugelassenen Fahrzeuge müssen diese Abgasnorm besitzen, sonst dürfen sie nicht zugelassen werden.

Weitere Infos zu dem Thema findet ihr hier: www.meinauto.de

Realtest für Abgase von Neuwagen

Neben der neuen Abgasnorm wird auch der sogenannte RDE-Test, kurz für Real Driving Emissions, eingeführt. Bei diesem Test werden die Grenzwerte für Schadstoffe mit einem tragbaren Gerät, dem PEMS-Gerät (Portable Emission Measurement System) auf der Straße getestet. Durch die realeren Bedingungen lassen sich die Schadstoffausstoße besser feststellen. Ziel soll es sein, dass sich die Autobauer an die Grenzwerte halten und keine Manipulationen vorgenommen werden.