Das steckt dahinter...

Die Welt in 40 Sekunden: Kanzlerwahl

Überhangmandat, Prognose, 5-Prozent-Hürde - wir erklären euch hier kompakt und auf den Punkt, was diese Begriffe bedeuten. Nehmt euch dafür einfach 40 Sekunden Zeit - nicht mehr.


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 (Foto: pixelkorn - stock.adobe.com)

Der Kanzler wird nicht von uns allen gewählt, diese Wahl läuft nach ganz eigenen Regeln. Zunächst schlägt der Bundespräsident dem Parlament den Kanzler oder die Kanzlerin vor. Der Bundestag stimmt diesem Vorschlag in der Regel zu. Allerdings entscheidet der Bundespräsident nicht aus dem hohlen Bauch heraus, sondern er wird einen Kandidaten benennen, der die besten Chancen hat, gewählt zu werden. Das ist in der Regel eine Person, die von der Parlamentsmehrheit unterstützt wird. Das kann eine Partei sein, die allein die Mehrheit hat. Normalerweise müssen aber mehrere Parteien zusammen kommen, um mehr als die Hälfte aller Stimmen im Parlament zusammenzubringen. Sonderfälle sind das konstruktive Misstrauensvotum und die Vertrauensfrage. Beides führt mehr oder weniger zum gleichen Ergebnis. Bekommt der amtierende Kanzler dabei keine Mehrheit, dann ist er abgewählt. In diesem Fall gibt es entweder Neuwahlen oder ein anderer Politiker wird als Kanzler gewählt.


Hier gibt's noch mehr Hintergrundwissen...

1. Erst-/Zweitstimme 2. 5%-Hürde/Grundmandat
3. Landesliste 4. Wahlkreise
5. Hochrechnung/Prognose 6. Regierungsbildung
7. Überhangmandate 8. Kanzlerwahl
9. Opposition/Oppositionsführer 10. Bundestags-/Landtagspräsident
11. CETA 12. Darknet
13. Sondierungsgespräche 14. Bitcoins