Wusstet ihr... ?

10 Fakten über... Wittmund

Hättet ihr gewusst, dass man in Wittmund das "Ostfriesen-Abitur" bekommen kann? Oder dass sich Prominente in der Stadt wie auf dem "Walk of Fame" verewigen? Hier erfahrt ihr zehn spannende Fakten über Wittmund, von denen ihr bestimmt noch nichts wusstet.


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Foto: Stadt Wittmund

Fakt 1: Ein Hauch von Hollywood

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Foto: Stadt Wittmund

Ganz nach dem Vorbild des berühmten "Walk of Fame" in Los Angeles, gibt es in Wittmund die sogenannten "Hands of Fame". Hier verewigen sich bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Kunst und Musik mit ihren Handabdrücken. Das Projekt besteht seit 2005 und bisher haben unter anderem Udo Lindenberg, Otto Waalkes, Uwe Seeler und Boxweltmeister Arthur Abraham bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Herzstück der "Hands of Fame" ist der "Bundespräsidentenplatz", auf dem sich sieben bisherige deutsche Staatsoberhäupter verewigt haben.


Fakt 2: "Pudding" in der Innenstadt?

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Foto: Stadt Wittmund

"Komm, wir gehen einmal um den Pudding!" - Diese norddeutsche Redensart kann in der Wittmunder Innenstadt wörtlich genommen werden. Die Fußgängerzone bis hin zum Marktplatz wird von den Wittmundern liebevoll "Pudding" genannt. Aufgrund der quadratischen Form der Passage kann man sich also verabreden und wortwörtlich "eine Runde um den Pudding" laufen.


Fakt 3: Ostfriesen-Abitur

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 (Foto: picture alliance / dpa)

Einzig und allein in Wittmund kann man das sogenannte "Ostfriesen-Abitur" bekommen. Die Tradition existiert seit 1978 und soll "Nicht-Ostfriesen" die Sitten und Gebräuche des Nordens näher bringen. Geschenkt gibt es diesen besonderen Abschluss jedoch nicht! Teilnehmer müssen in zehn Prüfungsfächern ihr "Ostfriesen-Potenzial" unter Beweis stellen. Ob in der mündlichen Plattdeutsch-Prüfung, beim Straßenweitboßeln oder dem Überqueren eines Grabens per "Padstockspringen" (Foto) - wer ein echter Ostfriese sein will, muss sich richtig ins Zeug legen!


Fakt 4: Der schwimmende Weihnachtsbaum

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 (Foto: picture alliance / dpa)

Im Wittmunder Ortsteil Carolinensiel schwimmt jedes Jahr zur Weihnachtszeit eine Tanne auf dem Wasser. Immer am Sonnabend vor dem 1. Advent wird der große Weihnachtsbaum mit Hilfe eines Autokrans im Museumshafen aufgestellt. Mit über 300 LED-Leuchten geschmückt, treibt er dann in der Mitte des Weihnachtsmarktes und verbreitet festliche Stimmung.

Diesen und weitere Weihnachtsmärkte in Niedersachsen findet ihr hier in unserer großen Übersicht.


Fakt 5: Ein Brunnen nimmt sich auf die "Schüppe"

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Foto: Stadt Wittmund

Die rund einen Meter hohe Bronzefigur auf dem Jan Schüpp-Brunnen in der Innenstadt zeigt einen Ostfriesen in Arbeiterkleidung mit Schaufel, regional umgangssprachlich "Schüppe" genannt. Die Figur hat die Schaufel mit beiden Händen am Griff und Stiel tatkräftig umfasst, obwohl sie selbst noch auf dem Blatt der Schaufel steht. Die Brunnenfigur soll für die ostfriesische Lebensart stehen, nicht alles zu schwer und sich selbst auch mal auf die „Schüppe“ zu nehmen.



Fakt 6: Neues Mehl aus alten Mühlen

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 (Foto: Eberhard - stock.adobe.com)

Eines der Wahrzeichen der Stadt - die "Peldemühle" - ist die älteste noch funktionsfähige Holländermühle Niedersachsens. Im Jahr 1741 erbaut, wurde erst 1974 der Mühlentrieb eingestellt. Die Mühle konnte jedoch vor dem Verfall gerettet werden und wird heute von der "Johann und Helene Ihnen Stiftung" erhalten. Dank des gut restaurierten Zustands können Interessierte an regelmäßigen Back-Aktionstagen erleben, wie in der über 275 Jahre alten Mühle Getreide Schritt für Schritt zu frisch gebackenem Brot verarbeitet wird.


Fakt 7: Flieger-Stadt Wittmund

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 (Foto: picture alliance / dpa)

Wittmund ist nicht nur seit 1963 Standort des Luftwaffengeschwaders 71 "Richthofen", sondern blickt auch auf eine lange Historie der Luftfahrt zurück. Bereits während des Ersten Weltkriegs waren unweit der Stadt Luftschiffe der kaiserlichen Marine stationiert. Über die Geschichte des ehemaligen Zeppelin-Flughafens informiert das Wittmunder "Robert von Zeppelin- und Fliegermuseum".


Fakt 8: Jeder Stein ein Unikat

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 (Foto: Kara - stock.adobe.com)

Wittmund erlangte über die Grenzen Ostfrieslands hinaus Bekanntschaft durch sein "Wittmunder Klinker". Seit über 100 Jahren werden in den Klinkerwerken Steine hergestellt, die in Bauwerken überall auf der Welt Verwendung finden. Das Besondere: Durch die traditionelle Produktion in Brennöfen ohne chemische Zusätze, bekommen die Steine eine besondere Färbung, die jeden Satz "Wittmunder Klinker" einzigartig macht.


Fakt 9: Aller guten Dinge sind vier

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 (Foto: Eberhard - stock.adobe.com)

Die St. Nicolaikirche in Wittmund ist in ihrer heutigen Form bereits die vierte Kirche an exakt dieser Stelle. Der Bau der ersten Kirche kann urkundlich nicht genau benannt werden. Fakt ist, dass das Gebäude aus Holz 1164 einem Brand zum Opfer fiel. Die zweite Kirche, diesmal aus Stein, entstand 1491. Jedoch wurde auch dieses Gotteshaus fast 50 Jahre später bei einem Brand zerstört. 1541 folgte dann die dritte Kirche am selben Ort. Diese hatte über 200 Jahre Bestand, bis sie wegen Baufälligkeit ersetzt wurde. Die finale St. Nicolaikirche, so wie sie heute in Wittmunds Zentrum steht, wurde am 1. Adventssonntag 1776 geweiht.


Fakt 10: Kunst und Natur

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Foto: Stadt Wittmund

Eine besondere Attraktion der Stadt ist der "Skulpturengarten Funnix" des Wittmunder Bildhauers Leonard Wübbena. Im Ortsteil Funnix können dort auf einem Hektar Fläche Stahlskulpturen von Wübbena selbst, sowie von befreundeten Künstlern begutachtet werden. Neben der dauerhaften Sammlung gibt es in jeder Sommersaison besondere Themenausstellungen zu entdecken.



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