Wusstet ihr...?

10 Fakten über... Schwicheldt

Hättet ihr gewusst, dass Schwicheldt bereits seit über 800 Jahren existiert, obwohl es dort eine Straße gibt, die verflucht zu sein scheint? Und was hat ein geköpfter Ritter mit dem Stadtnamen zu tun? Hier erfahrt ihr zehn spannende Fakten über Schwicheldt, von denen ihr bestimmt noch nichts wusstet.


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(Foto: Antenne Niedersachsen)
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Fakt 1: Ein dreifach donnerndes Knickebein

Wer braucht schon ein "dreifach donnerndes Helau!" oder ein "dreifach donnerndes Alaaf!", wenn er ein "dreifach donnerndes Knickebein!" haben kann? Ein Schlachtruf, wie ihn wahrscheinlich kein zweites Dorf hat: "Dreifach donnerndes Knickebein!" Was sich hinter dem Ausspruch genau verbirgt, ist unklar. Der Spruch ist allerdings nur die Kurzversion eines sehr langen Frage-Antwort-Gesangs, dessen Text aber auch niemand so genau kennt. Dafür kennt man das hier: Als "Knickebein" wird auch ein Cocktail aus Likör und rohem Eigelb oder aus Branntwein und Eierlikör bezeichnet. Ob es hier wohl einen Zusammenhang zwischen Getränk und Schlachtruf gibt?


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Fakt 2: 615 Jahre auf dem Glockenbuckel

Aller guten Dinge sind drei! Das trifft auch bei der Michaelis-Kirche in Schwicheldt zu. Dort laden gleich drei Glocken durch ihr Geläut zum Gottestdienst ein. Eine der drei Glocken ist bereits ein echtes niedersächsisches Urgestein. Sie stammt aus dem Jahr 1404. Und mit ihren stolzen 615 Jahren auf dem Glockenbuckel zählt die Schwicheldter Glocke zu einer der ältesten Glocken in ganz Niedersachsen.


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Fakt 3: Der Fluch der Pechschwarte

Ob der Teufel selbst die Pechschwarte geschaffen hat? Die Pechschwarte ist eine Straße, die durch Schwicheldt führt und ja: sie bringt wirklich Pech! Zumindest den Bauern, die versucht haben, dort etwas anzubauen. Denn an der Pechschwarte wollte nie etwas gedeihen! Grund dafür ist der unfruchtbare Boden, der sich in der Nähe der Straße befindet. Er brachte den Landwirten kein Glück.


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Fakt 4: Der geköpfte Ritter und der Torwart

"Schweig, du Held!" Aus diesen drei Worten soll sich der Ortsname "Schwicheldt" ableiten. Doch die Worte verbergen eine grausame Geschichte: Zu diesem Satz soll in Schwicheldt im Mittelalter ein Ritter geköpft worden sein. Eine andere moderne Legende besagt, dass es einen Torwart Namens "Schwick" gegeben habe, der mit den Worten "Schwick hält" motiviert worden sein soll, bei Ballspielen keine Bälle ins Tor zu lassen. Wann genau und ob Ritter und Torwart tatsächlich einmal exisitert haben, bleibt ein Geheimnis. Und so geistern die Legenden um die Namensfindung Schwicheldts weiter durch die Straßenzüge. Oder entstand der Name Schwicheldt letzten Endes doch ganz anders? Es heißt auch, dass das Gut Schwicheldt am Nordrand des damaligen Dorfes der Stammsitz der Familie Schwicheldt war, nach der der Ort später benannt worden sein soll.


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Fakt 5: Aller Anfang sind neun

Heute sind es über 1 300; vor 888 Jahren konnte man sie an ein paar Händen abzählen - die Einwohner Schwicheldts. Gerade einmal neun kleine Hütten gründeten damals Schwicheldt. 1131 wurde Schwicheldt das erste Mal urkundlich erwähnt. Damals noch als "Shvegelten", später als "Sueglete" oder auch "Schwicholt". Die neun Gründungshütten existieren heute nicht mehr. Aber es stellt sich die Frage, ob zur Gründungszeit in einer der neun Hütten wohl ein Ritter gelebt hat?



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Fakt 6: Der Platzwart auf dem Sportgelände

Wie in fast jedem Dorf gibt es auch in Schwicheldt ein Urgestein, eine Legende, kurz: einen Albert Brandes. Albert Brandes ist bereits stolze 79 Jahre alt und Schwicheldter Platzwart. Seit über 25 Jahren kümmert er sich um das Sportgelände - mit jeder Menge Fachwissen und Freude. Dieses Jahr wird er 80 Jahre alt - genug hat er allerdings noch lange nicht von seinem Job!


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(Foto: Antenne Niedersachsen)

Fakt 7: Ein Hoch auf die Schnapszahl!

Mit 888 Jahren, da fängt die Party an! Das trifft in diesem Jahr auch auf Schwicheldt zu, denn der Ort feiert sein 888-jähriges Bestehen. Mit einem Festgottesdienst wurde die Jubiläumsfeier eröffnet. Innerhalb der 888 Jahre entwickelte sich aus dem ursprünglichen aus neun Hütten bestehenden Dorf ein Ort mit über 1 300 Einwohnern, der mittlerweile sogar ein Stadtteil von Peine ist.


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(Foto: Antenne Niedersachsen)

Fakt 8: Uroma als Namensgeberin

Eine Hommage an die eigene Uroma - das ist das Restaurant "Emmi's Erbe" in Schwicheldt. Besitzerin Julia Thiel hat das Restaurant nach ihrer Uroma Emmi benannt. Das Besondere: Bei Emmi Zuhause musste nie jemand auf dem Trockenen sitzen. Egal wer zu Besuch kam, für alle Gäste, Freunde und Bekannten hatte Uroma Emmi einen Korn oder einen anderen Schnaps parat. Getreu dem Motto "Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken".


Fakt 9: Der Niedersachsen-Hit

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(Foto: Antenne Niedersachsen)

Am 19.05. war Kaya Laß mit dem Antenne Niedersachsen Showtruck in Schwicheldt. Gemeinsam haben sie mit den Schwicheldtern ihren eigenen Niedersachsen-Hit eingesungen. Und was da natürlich nicht fehlen darf, ist das "Dreifach donnernde Kniggebein!"


Fakt 10: Wasser für Schwicheldt

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Wasserturm in Schwicheldt (Foto: Antenne Niedersachsen)

Lange versorgten sich die Schwicheldter dank Hausbrunnen und Grundwasser selbst mit Wasser. Damit war in den 1920er Jahren allerdings Schluss - ganz unfreiwillig. Denn aufgrund des Baus des Mittellandkanals senkte sich der Grundwasserspiegel des Dorfes stark ab. Für Schwicheldt bedeutete das: Kein Wasser mehr. Die Lösung für das Wasserproblem war der Schwicheldter Wasserturm, der 1927 und 1928 gebaut wurde. Später übernahm der Wasserbeschaffungsverband Salzgitter-Peine die Wasserversorgung. Heute ist der Wassertum Kulturdenkmal und steht unter Denkmalschutz.



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