Extremismus

Zahl islamistischer Gefährder und Salafisten stagniert

Zwar stagniert die Zahl islamistischer Gefährder und Salafisten in Niedersachsen. Die Behörden haben aber zunehmend mit radikalisierten Rückkehrern und deren Kindern zu tun. Verhindern wollen sie, dass diese wieder in die extremistische Szene eintauchen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Die Zahl islamistischer Gefährder und Salafisten in Niedersachsen stagniert inzwischen seit Längerem, eine steigende Zahl von Rückkehrern aus Syrien und dem Irak beschäftigt aber die Behörden. Wie der Verfassungsschutz mitteilte, liegt die Zahl der Salafisten bereits seit mehr als einem Jahr bei 880. Bereits seit rund zwei Jahren beziffert das Landeskriminalamt die Zahl islamistischer Gefährder mit rund 70. Dazu werden auch ausgereiste und mutmaßlich bei Kämpfen getötete Extremisten gerechnet.

Leicht gestiegen ist unterdessen die Zahl der Islamisten, die nach einer Ausreise in die Kampfgebiete der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wieder nach Niedersachsen zurückgekehrt sind. Inzwischen geht es um 39 Erwachsene und 18 Minderjährige. In mehr als einem Dutzend Fällen kümmert sich bereits die Kompetenzstelle Islamismusprävention Niedersachsen um Rückkehrer mit dem Ziel, sie wieder gesellschaftlich zu integrieren und ein Wiedereintauchen in die extremistische Szene zu verhindern. Eine niedrige zweistellige Zahl von aus Niedersachsen ausgereisten Extremisten befindet sich in Syrien in Haft und beabsichtigt, nach Deutschland zurückzukehren.

(dpa)