Hamburg

Zahl der Badetoten gestiegen - DLRG stellt Jahresbilanz vor

Im langen, heißen Sommer des vergangenen Jahres suchten viele Menschen Abkühlung in Seen, Flüssen und an den Küsten. Für manche endete der Badespaß tödlich. Die Deutsche Lebensrettungs- Gesellschaft will nun ihre neue Bilanz zu den Badetoten vorstellen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Die Zahl der Badetoten in Deutschland ist im vergangenen Sommer stark gestiegen. Wie viele es im gesamten Jahr waren, will die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Hamburg bekannt geben. In den ersten acht Monaten 2018 war die Zahl der Ertrunkenen auf den höchsten Stand seit zehn Jahren geklettert. Mindestens 445 Menschen starben in den in deutschen Gewässern - 148 mehr als zwischen Januar und August 2017.

Unfallschwerpunkte waren Seen und Flüsse. Im Vergleich dazu sind laut DLRG die Küsten von Nord- und Ostsee relativ sicher, weil die Badestellen von Mitte Mai bis Mitte September von Rettungsschwimmern bewacht werden.

Die Rettungsgesellschaft sieht die Schließungen von Schwimmbädern in Deutschland mit großer Sorge. Eine Folge davon sei, dass immer weniger Menschen sicher schwimmen könnten. DLRG-Präsident Achim Haag hatte im vergangenen September erklärt, dass die Ursachen vieler Ertrinkungsfälle Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit und eine zu hohe Risikobereitschaft seien.

(dpa)