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Für Hospizverein

Wolfsburg: Anonymer Wohltäter spendet 100.000 Euro

Fünf dicke Geldbündel überreicht der Mann in der Redaktion einer Wolfsburger Zeitung, insgesamt 100 000 Euro für einen guten Zweck.


Geld
Banknoten auf einem Haufen. Foto: Jens Wolf/Symbolbild (Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa)

Genannt werden möchte der Spender nicht. Er lässt sich Anonymität garantieren und geht wieder - es war nicht sein erster Besuch.

Der Mann gab in der Lokalredaktion der "Wolfsburger Nachrichten" fünf dicke Geldbündel mit insgesamt 100 000 Euro in bar ab, wie die Zeitung am Donnerstag berichtete. Er möchte anonym bleiben und mit seiner Spende die Eröffnung eines zweiten Hospizhauses in der Stadt unterstützen.

Die Gabe war nicht seine erste. "Der Spender war schon früher bei uns - wir können keine Angaben darüber machen, wie oft", sagte Stephanie Giesecke, Lokalredakteurin des Blattes in Wolfsburg. So waren bereits im vergangenen Dezember nach Spenden für andere Zwecke in der Redaktion 50 000 Euro für den Hospizverein übergeben worden. Die Zeitung machte am Donnerstag keine Angaben, ob es damals derselbe Spender war.

"Wolfsburger Spendenmärchen" geht weiter

"Auch uns ist sein Name nicht bekannt", betonte Giesecke am Donnerstag. Das "Wolfsburger Spendenmärchen" habe im vergangenen Herbst begonnen, hieß es in ihrem Bericht. Nach einem Artikel über ein blindes Fundkätzchen seien damals in der Redaktion 5000 Euro für die Tierhilfe abgegeben worden. Im November folgten eine Spende in gleicher Höhe für einen Tierschutzverein und eine 6000-Euro-Spende für die Tierhilfe. "Alle Spenden wurden in bar übergeben", sagte Giesecke. Im April gab ein Spender 5000 Euro für einen Obdachlosentreff ab, im Juni waren es noch einmal 5000 Euro für die Trostinsel, eine Anlaufstelle für trauernde Kinder und Jugendliche.

In einem Begleitschreiben zur aktuellen Spende versichert der Wohltäter, dass die Spenden aus versteuertem Einkommen stammen. "Der Betrag ist nicht zweckgebunden und kann, falls sich das Vorhaben nicht verwirklichen lässt, auch anderweitig verwendet werden", zitierte ihn die Zeitung.

(dpa)