Listerien

Wilke-Wurst: Rückrufliste mit mehr als 1000 Produkten

Listerien in Wilke-Wurst: Nach dem Tod von zwei Personen und mehreren Krankheitsfällen durch keimbelastete Wurst des nordhessischen Wurstherstellers Wilke soll eine offizielle Rückrufliste mit über 1000 Produkten Verbrauchern Aufschluss darüber geben, welche Produkte Wilke-Erzeugnisse enthalten und vom Rückruf betroffen sind.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Im Listerien-Skandal des Fleisch- und Wurstwarenherstellers Wilke ist auch Niedersachsen von der bundesweiten Rückrufaktion betroffen. Eine detaillierte Liste nennt über 1000 Produkte, die vom Rückruf betroffen sind. Die Liste gibt es auf der offiziellen Seite lebensmittelwarnung.de, einer gemeinsamen Seite für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit der Bundesländer und des Bundes, zum Download.

Die gesamte Rückrufliste

Vom Rückruf sind ausschließlich Produkte mit dem Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG" betroffen. Dazu zählen alle Eigenmarken der Firma Wilke, die dieses Identitätskennzeichen tragen sowie folgende Marken und Handelsnamen, die ebenfalls das Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG" tragen:

  • Haus am Eichfeld
  • Metro Chef
  • Service Bund "Servisa"
  • CASA
  • Pickosta
  • Sander Gourmet
  • Rohloff Manufaktur
  • Schnittpunkt
  • Korbach
  • ARO
  • Findt
  • Domino
  • Wilke

Betroffene Produkte könnt ihr im Einzelhandel zurückgeben.

Was sind Listerien?

Listerien sind in der Natur häufig vorkommende Bakterien. Nur sehr wenige Menschen, die Listerien aufnehmen, erkranken an der sogenannten Listeriose.

Eine Listerien-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen nach Infektion mit Durchfall und Fieber. Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Infektionskrankheit meist unauffällig oder nimmt einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen.

Gefährlich ist die Infektion für abwehrgeschwächte Menschen: Neugeborene, Alte, Patienten mit chronischen Erkrankungen, Transplantierte und Schwangere. Bei ihnen und bei Ungeborenen kann Listeriose zum Tod führen.

Wenn ihr die betroffenen Produkte verzehrt habt und schwere oder anhaltende Symptome entwickelt, solltet ihr einen Arzt aufsuchen und ihn auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen.

Schwangere, die die betroffenen Produkte verzehrt haben, sollten sich auch ohne Symptome an einen Arzt wenden und sich beraten lassen.

(mit Material der dpa)