Bauernregel

Mist: Die Schafskälte macht den Juni kalt

Mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 90 Prozent tritt jedes Jahr ungefähr Mitte Juni ein kühler Witterungsabschnitt auf. Was steckt hinter dem Wetterphänomen "Schafskälte"?


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(Foto: picture alliance / dpa)

Tatsächlich sind die Nächte in diesen Tagen besonders kalt und tagsüber wird's momentan kaum wärmer als 15 Grad.

Schafskälte: Woher stammt der Name?

Gegen Ende des Frühjahrs steigen die Temperaturen. Da tragen nicht nur wir Menschen weniger Kleidung, auch die Schafe werden zu diesem Zeitpunkt traditionell von ihren Hirten geschoren. Tritt nun im Juni die kalte Wetterlage ein, so kann es sein, dass die frisch rasierten Schafe ziemlich frieren. Bei besonders starkem Temperaturabfall ist die Situation für die Tiere sogar durchaus gefährlich. Aus dem Grund werden Muttertiere und Lämmer häufig erst später geschoren.

Schafskälte: Ursachen für den Temperaturabfall

Im Juni beginnt die Schafskälte. Grund dafür ist, dass sich zu dem Zeitpunkt kalte Luftmassen aus dem Norden zu uns nach Europa schieben. Die unterschiedlich schnelle Erwärmung von Land- und Wassermassen im Frühjahr verstärkt diese Tatsache noch weiter. Der europäische Kontinent hat sich bereits etwas erwärmt, die Nordsee dagegen kaum. So kann die See die Temperatur der Luftmassen nicht angleichen, bevor sie auf Land treffen.

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