Europawahl

Was man über die Europawahl in Niedersachsen wissen muss

Zur Teilnahme an der Wahl zum 9. Europäischen Parlament sind am 26. Mai rund 6,3 Millionen Menschen in Niedersachsen aufgerufen. Alles Wichtige zur Wahl aus niedersächsischer Sicht.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

KANDIDATEN: Die CDU hat als einzige Partei eine Landesliste aufgestellt. 28 Kandidaten gehen für die Christdemokraten zwischen Harz und Küste ins Rennen, angeführt vom ehemaligen Ministerpräsidenten David McAllister, der seit 2014 im Europaparlament sitzt.

Die SPD hat Bernd Lange und Tiemo Wölken als niedersächsische Spitzenkandidaten nominiert. Lange hat Platz sechs auf der Bundesliste und ist damit bestplatzierter Niedersachse. Bei den Grünen hat Katrin Langensiepen mit Platz neun den vordersten Rang aus Niedersachsen. Jan-Christoph Oetjen (Platz fünf) ist der bestplatzierte Niedersachse auf der FDP-Bundesliste.

WAHLBERECHTIGTE: Laut Landeswahlleitung dürfen rund 6,3 Millionen Menschen in Niedersachsen darüber abstimmen, wer in das EU-Parlament einzieht. Darunter sind rund 280 000 in Niedersachsen lebende EU-Ausländer. Jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist, einen deutschen Pass hat oder aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat kommt, darf an der Europawahl teilnehmen.

WAHLRECHT: Jeder Wahlberechtigte hat nur eine Stimme. Eine Erststimme für einen Kandidaten und eine Zweitstimme für eine Landesliste wie bei Bundestagswahl- oder Landtagswahlen gibt es nicht.

EU-ABGEORDNETE: 96 Abgeordnete des EU-Parlaments kommen aktuell aus Deutschland, 10 davon aus Niedersachsen: David McAllister, Stefan Gehrold, Godelieve Quisthoudt-Rowohl, Jens Gieseke (alle CDU), Bernd Lange, Tiemo Wölken (beide SPD), Rebecca Harms (Grüne), Gesine Meißner (FDP), Sabine Lösing (Linke) und Bernd Lucke (Liberal-Konservative Reformer).

WAHLBETEILIGUNG: Die Beteiligung an EU-Wahlen fiel in der Vergangenheit vergleichsweise gering aus. Immerhin gab es 2014 eine deutliche Zunahme auf 49,1 Prozent, bei den Wahlen 2009 und 2004 hatten nur etwas mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten in Niedersachsen ihre Stimme abgegeben. Am höchsten war die Beteiligung bei der ersten Europawahl im Jahr 1979, als die Wahlbeteiligung in Niedersachsen bei 70 Prozent lag.

FRÜHERE ERGEBNISSE: Bei der Europawahl 2014 lag die CDU in Niedersachsen mit 39,4 Prozent vorne. Die SPD kam auf 32,5 Prozent. Mit 10,9 Prozent wurden die Grünen ebenfalls zweistellig. Die FDP erreichte nur 2,5 Prozent und landete damit hinter der Linkspartei, die in Niedersachsen auf 4,0 Prozent kam. Die AfD kam auf 5,4 Prozent. Auch 2009 war die CDU bei der Europawahl mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2014 stärkste Partei in Niedersachsen, damals aber mit einem größeren Vorsprung auf die SPD, die deutlich unter 30 Prozent geblieben war.

(dpa)