Ursula von der Leyen

Wahl zur Kommissionschefin: Niedersachsen gratuliert von der Leyen

Glückwunsch aus Niedersachsen für eine Niedersächsin: Nach der Wahl Ursula von der Leyens zur EU-Kommissionspräsidentin gibt es auch Gratulationen aus ihrer Heimat.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Mit Ursula von der Leyen ist eine Niedersächsin in das höchste politische Amt der EU gewählt worden. Entsprechend bekommt die CDU-Politikerin auch Glückwünsche aus ihrem Heimatland. So begrüßte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, dessen Partei - die SPD - im Europaparlament von der Leyen nicht gewählt hatte, das Ergebnis: "Erstmals in ihrer Geschichte wird die EU-Kommission künftig von einer Frau und zudem von einer Niedersächsin geführt", sagte er. Zugleich betonte Weil, dass auf von der Leyen schwierige Aufgaben wie Digitalisierung, Klimaschutz und die Strukturförderung warteten. "Bei der Bewältigung der großen Aufgaben wünsche ich Ursula von der Leyen viel Erfolg", sagte er.

Auch Weils Koalitionspartner, Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann, hat Ursula von der Leyen gratuliert. "Das ist eine Mehrheit, die ein Auftrag ist, auch wenn es knapp war", sagte er. Von der Leyen sei, was Erfahrung und Durchsetzungskraft betreffe, unzweifelhaft eine herausragende Persönlichkeit. Sie werde das Amt der EU-Kommissionspräsidentin ausfüllen und Europa in schwierigen Zeiten in die richtige Richtung lenken. Es gebe in Europa große Herausforderungen wie die Migrationspolitik und die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, betonte Althusmann. "Ich denke, Europa wird unter Führung von Ursula von der Leyen ein verlässlicher Partner der Welt sein."

Arbeiterverband Niedersachsenmetall ist stolz

Glückwünsche gab es auch vom Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall. Dessen Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt sagte: "Wir haben allen Anlass stolz zu sein, dass eine Niedersächsin aus unserer Mitte neue Kommissionspräsidentin der EU geworden ist." Von der Leyen kenne die Belange der Wirtschaft im Nordwesten aus erster Hand. "Sie ist ein Glücksfall für Europa und für Niedersachsen", sagte Schmidt weiter.

Das Europaparlament hatte von der Leyen mit knapper absoluter Mehrheit gewählt. Es folgte damit dem Nominierungsvorschlag der Staats- und Regierungschefs. Die 60-Jährige hatte am Dienstag mit einer engagierten Rede für sich geworben und weitreichende Zusagen an die Abgeordneten für ein klimafreundliches, soziales und geeintes Europa gegeben. Erstmals seit Walter Hallstein (1958-1967) rückt ein Deutscher auf den Spitzenposten.

Als Kommissionspräsidentin kann von der Leyen in den nächsten fünf Jahren die politischen Linien und Prioritäten der EU mitbestimmen.

(dpa)