Schweren Schäden in den Wäldern

Wälder leiden stärker unter Klimawandel als prognostiziert

Alle reden über den Klimawandel - und an den schweren Schäden in den Wäldern nach der Trockenheit im Sommer lassen sich die Folgen möglicherweise schon ablesen. Was kann man jetzt noch tun?


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Den Wäldern in Niedersachsen geht es nach zwei besonders trockenen Sommern schlecht. Uralte Rotbuchen seien abgestorben, sagte der Vorsitzende des Bundes deutscher Forstleute (BDF), Dirk Schäfer, der Deutschen Presse-Agentur. "Der Klimawandel macht sich in unseren Wäldern stärker bemerkbar als Prognosen vermutet haben." BDF und die die IG BAU wollen am Mittwoch mit dem "Forum Wald und Klima" gemeinsam auf den Zustand der Wälder aufmerksam machen. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Forstministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) wollen dort über das Thema sprechen.

Betroffen sind vor allem Wälder im Harz, im Süden des Landes sowie im Osten Niedersachsens. Auch Schädlinge breiteten sich wegen des Wassermangels aus. Über 20 000 Hektar Wald sind landesweit betroffen. Für das Wiederaufforsten niedersächsischer Wälder nach schweren Schäden durch die Trockenheit und den Borkenkäferbefall haben Bund und Land über 116 Millionen Euro vorgesehen. Forstexperte Schäfer mutmaßte: "Der Wald der Zukunft wird anders aussehen als der, den wir kennen."

(dpa)