Offshore-Windpark

Wachschiff sichert freigespültes Stromkabel in der Nordsee

Ein Wachschiff sichert seit Monaten ein freigespültes Stromkabel in der Nordsee.


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 (Foto: picture alliance / Ingo Wagner/d)

Es verbindet den Offshore-Windpark Riffpark nordwestlich von Borkum mit der ostfriesischen Küste und wurde schon im Frühjahr 2017 durch heftige Meeresströmungen teilweise freigelegt. "Das Kabel ist nicht defekt, der Windpark kann ungehindert Strom einspeisen", sagte ein Sprecher des Netzbetreibers Tennet am Donnerstag zu Medienberichten. Das Wachschiff müsse daher andere Schiffe wie Fischerboote auf Abstand halten, damit diese nicht an der Gefahrenstelle ankern oder Netze ausbringen.

Der Meeresboden in dem Gebiet soll sich nach weiteren Angaben stark verändern, teilweise um mehrere Meter innerhalb weniger Jahre. Spezialschiffe müssen daher entlang der Kabeltrassen kontrollieren, ob die Leitungen ausreichend tief im Boden bleiben.

Schlechte Nachrichten für Fischer

Derzeit wird nach Tennet-Angaben noch die richtige Methode zur Tieferlegung des Kabels geprüft. Denkbar ist der Einsatz von Tauchrobotern oder von Kabelverlegeschiffen. Da dies nur bei geringem Wellengang möglich ist, sind die Arbeiten für die Sommermonate geplant. Zu den Kosten machte Tennet keine Angaben.

Für die Fischer an der Emsmündung sind das keine guten Nachrichten. "Jetzt im Winter fahren zwar nur wenige Boote raus, aber Ende Februar/Anfang März geht es richtig los", sagte Krabbenfischer Gerald Conradi aus Greetsiel. Die Sperrung des Gebietes habe sich schon im vergangenen Jahr deutlich bemerkbar gemacht.