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Vermisstenfall

Verschwundene Familie von Drage bleibt offener Vermisstenfall

Im Fall der vor drei Jahren verschwundenen Familie Schulze aus Drage bei Harburg bleiben die Akten offen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

"Wir gehen davon aus, dass der Familienvater die beiden umgebracht hat", sagte Polizeisprecher Jan Krüger. Gegen Tote werde aber nicht mehr ermittelt. Deshalb habe die Staatsanwaltschaft das Verfahren kurz nach dem Fund des in der Elbe ertrunkenen Familienvaters geschlossen.

"Das ist jetzt eine Vermisstensache", erklärte er die rechtliche Lage. "Vermisstensachen verjähren grundsätzlich nicht", sagte Krüger. "Erst wenn der Vermisste für tot erklärt oder gefunden wird, werden die Akten geschlossen."

Das Haus der Familie sei wieder bewohnt. Vor einem Jahr hatte die Polizei die Siegel an der Tür des Einfamilienhauses entfernt.

Die Familie Schulze war im Sommer 2015 zu Beginn der großen Ferien in Niedersachsen verschwunden. Am Abend des 22. Juli wurde der 41 Jahre alte Familienvater Marco noch einmal lebend gesehen. Wenige Tage später zog die Feuerwehr ihn bei Lauenburg mit einem Betonklotz am Körper ertrunken aus der Elbe, die Behörden gehen von Suizid aus. Die damals zwölf Jahre alte Tochter Miriam und ihre Mutter Sylvia (43) blieben verschwunden. Krüger: "Immer wieder gibt es Hinweise, aber bislang hat alles ins Leere geführt."

(dpa)