Osnabrück

Verfahren eingestellt

Das Amtsgericht Osnabrück hat das Verfahren gegen zwei Ärzte und einen Apotheker gegen Geldstrafen eingestellt. Sie mussten sich nach dem Tod einer Patientin durch eine Medikamenten-Überdosis wegen des Vorwurfs der fahrlässiger Tötung verantworten.


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Symbolfoto (Foto: picture alliance / dpa)

Ein dritter Angeklagter Arzt hat das Angebot der Staatsanwaltschaft abgelehnt. Das Verfahren gegen ihn läuft weiter. Die anderen zahlen die Geldauflagen in Höhe von 7-tausend 500 bis 10-tausend Euro. Die Angeklagten hätten der Patientin schnellstmöglich helfen wollen, seien dabei aber nicht sorgfältig genug vorgegangen, sagte ein Gerichtssprecher. Die damals 60 Jahre alte Frau hatte wegen einer lebensbedrohlichen Herzerkrankung eine zu hohe Dosis Colchicin verschrieben bekommen. Einen Tag nach Einnahme der ersten Tablette war sie im Klinikum Osnabrück gestorben. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst frühere Ermittlungen eingestellt, weil die Zahl der eingenommenen Tabletten damals unklar war.