Lüneburg

Verbindung zum Göhrdemörder? Polizei prüft über 200 Fälle

Ein Friedhofsgärtner soll fünf Morde begangen haben, mindestens. In Lüneburg beschäftigt sich ein Ermittlerteam mit dem Fall. Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge mit ungeklärten Verbrechen und Vermisstenfällen - es werden immer mehr.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders von Lüneburg prüft die Polizei mittlerweile mögliche Verbindungen zu mehr als 200 Taten. Bislang hätten mehrere Dutzend Dienststellen insgesamt 235 verschiedene interessante Fälle gemeldet, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg. Darunter seien auch Vermisstenfälle und Vergewaltigungen. Dazu gehörten aber auch viele Fälle die vermutlich nicht mit dem früheren Friedhofsgärtner in Verbindung stünden. Der Mann beging 1993 Selbstmord.

Auf einem früheren Grundstück des Gärtners am Stadtrand von Lüneburg war im September 2017 die Leiche einer seit 1989 vermissten Frau entdeckt worden. Anfang vergangenen Jahres richtete die Polizei in Lüneburg die Clearingstelle ein. Andere Dienststellen im In- und Ausland sollen so ihre Fälle anhand der sogenannten Göhrdemorde abgleichen können. In dem Waldgebiet östlich von Lüneburg waren 1989 zwei Paare getötet worden, der Gärtner gilt als Verantwortlicher.

(dpa)