Osnabrück

Urteil im Prozess gegen eine Lehrerin wegen Beihilfebetrugs

Eine frühere Realschullehrerin steht vor Gericht, weil sie mit gefälschten Medikamentenrechnungen mehr als 900.000 Euro ergaunert haben soll. Mit dem Geld finanzierte sie Luxusgegenstände wie etwa Handtaschen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Im Prozess gegen eine frühere Realschullehrerin wegen gefälschter Medikamenten-Rechnungen will das Landgericht Osnabrück am Donnerstag das Urteil verkünden. Die Staatsanwaltschaft wirft der 66 Jahre alten Frau vor, in 112 Fällen Originalrezepte so gefälscht und bearbeitet zu haben, dass sie diese bei der Beihilfestelle des Landes bis zu zehn Mal eingereicht haben soll.

Angeklagt sind Fälle von Januar 2012 bis August 2016. Auch schon vor diesem Zeitraum soll sie sich auf diese Art eine Art "erweitertes Gehalt" verschafft haben. Insgesamt betrage der Schaden mehr als 900.000 Euro, so die Staatsanwaltschaft. Zum Prozessauftakt hatte die Angeklagte die Vorwürfe grundsätzlich eingeräumt. Mit dem Geld kaufte sie sich teure Luxusgegenstände wie Designer-Handtaschen oder Füller. Diese waren von der Staatsanwaltschaft bereits versteigert worden.

(dpa)