EM-Austragungsort mal anders

TSV Winsen bewirbt sich für die Fußball-EM 2024

Der kleine Amateur-Fußballverein TSV Winsen/Luhe will ganz hoch hinaus. Mit seinem Jahnplatz will sich der Verein als Austragungsort für die EM 2024 bewerben. Bei der nicht ganz ernst gemeinten Aktion gibt es aber ein Problem: Es fehlen "ein paar" Sitzplätze.


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Der TSV Winsen will sich für die EM 2024 als Austragungsort bewerben.

99 Plätze hat der Jahnplatz aktuell, vorgeschrieben sind von der UEFA aber mindestens 30.000. Es mussten also Ideen her, wie man sich die fehlenden 29.901 Sitzschalen besorgt. Eine Idee war zum Beispiel bei Fußball-Bundesligisten nachzufragen, bei denen das Stadion oft nicht ausverkauft ist. Auf diese Weise hätten die Vereine weniger Probleme ihr Stadion voll zu bekommen und der TSV Winsen hätte seine Sitzschalen. Also quasi eine "Win-Win-Situation", sagt Dennis Scollie, Betreuer der Herrenmannschaft in Winsen.

Lustige Reaktionen

Reaktionen auf den Vorschlag ließen nicht lange auf sich warten. Bayer Leverkusen lehnte zwar ab, Sitzschalen aus der BayArena abzugeben. Stattdessen boten sie aber einen Klappstuhl an, den Pep Guardiola einmal bei einem Pokalspiel benutzt hatte und der seit seinem Abgang aus der Bundesliga nicht mehr gebraucht wird.

VIP-Tribüne gespendet

Ein anderer befreundeter Amateur-Verein konnte zwar auch nicht mit Sitzschalen helfen, stattdessen gab es aber quasi eine komplette VIP-Tribüne für den TSV Winsen mit Biertischen und Bänken, um auch die gehobenen Gäste angemessen bewirten zu können. Dennis Scollie verweist bei der Bewerbung außerdem auf die gute Infrastruktur am Jahnplatz. Man habe 30 spitzenmäßige Parkplätze in unmittelbarer Nähe und auch der Fuhrpark des Vereins sei hervorragend. "Einige Spieler haben sogar Fahrräder mit 21 Gängen", so Scollie wörtlich.

Den ganzen Twitter-Verlauf zu der lustigen Aktion des TSV Winsen mit allen Reaktionen findet ihr hier: