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Bedenken bei Traditionsschiffern

Traditionsschiffer senden SOS - Sorgen wegen neuer Gesetze

Neue gesetzliche Anforderungen an Traditionsschiffer gefährden aus Sicht von Verbandsvertretern Deutschlands maritimes Erbe.


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 (Foto: picture alliance / dpa)

"Irgendwann einmal wird es noch Museumsschiffe geben, die an der Pier liegen, aber nur noch sehr wenige Schiffe, die unter deutscher Flagge auf der Nord- und Ostsee unterwegs sind", sagte der Vizechef des Dachverbandes der deutschen Traditionsschiffe (GSHW), Nikolaus Kern.

Neue Verordnung macht Anpassungen nötig

Mit der geplanten Verordnung des Bundesverkehrsministeriums sollen die Sicherheitsstandards der teils mehr als 100 Jahre alten Schiffe an die Maßstäbe der Berufsschifffahrt angepasst werden. Dazu gehöre neben baulichen Veränderungen auch die Ausbildung des meist ehrenamtlich arbeitenden Personals, sagte der GSHW-Vorsitzende Jan-Matthias Westermann. Die Veränderungen seien für Eigner mit so hohen Kosten verbunden, dass befürchtet werde, viele müssten ihr kostspieliges Hobby aufgeben.

Nach Angaben des Dachverbandes gibt es noch 110 deutsche Traditionsschiffe, die über ein entsprechendes Sicherheitszeugnis verfügen. Der Verband geht davon aus, dass mindestens 60 bis 70 Prozent durch die Neuordnung akut gefährdet sind und innerhalb von fünf Jahren aus der Szene verschwinden könnten.