Brauchtum

Traditionelles Grünkohlessen in Tokio

Hier sind Grünkohl mit Pinkel die Hauptstars! Das norddeutsche Nationalgericht hat es sogar bis nach Japan geschafft. Beim jährlichen Grünkohlessen in Tokio widmen die Japaner dem Grünkohl mit Pinkel gleich ein ganzes Fest mit allem, was dazu gehört.


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"Kanpai!" und "Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken!" - diese beiden Trinksprüche werden am kommenden Freitag vor allem in einer Stadt zu hören sein: Tokio! Denn dann findet bereits zum 25. Mal das traditionelle Grünkohlessen in der japanischen Hauptstadt statt. 1994 haben in Tokio lebende Deutsche das erste "Internationale Norddeutsche Grünkohlessen Tokyo" veranstaltet - und damit einen Trend und Exportschlager geschaffen.

Mit Fischerhemd und Halstuch zum Grünkohl

Beim Grünkohlessen in Tokio ist vor allem eins wichtig: eEs muss typisch Norddeutsch sein. Neben Grünkohl, Pinkel, Jever, Korn, Gesang, Plattdeutsch und einer Polonaise gehört auch das passende Outfit dazu: also Fischerhemden und ein rotes Halstuch. Da diese Outfits in Tokio - anders als in Norddeutschland - eher rar gesät sind, können die Besucher des Grünkohl-Festes sie sogar extra bei den Organisatoren bestellen. Die traditionellen Fischerhemden gibt es für 5.000 japanische Yen (umgerechnet ca. 40 Euro) und das rote Halstuch für 1.000 Yen (etwa 8 Euro).

Generalprobe für das Grünkohlessen

Zum 25-jährigen Jubiläum haben wir bei Antenne Niedersachsen die Generalprobe für das Grünkohlessen in Tokio veranstaltet - gemeinsam mit Annie Heger und dem deutsch-japanischen Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima.