Folge des Rekordsommers

So viele Eicheln wie seit langem nicht in Niedersachsen

Der Herbst kommt - und in Niedersachsen gibt es in diesem Jahr so viele Eicheln wie seit langem nicht. Kommt nun ein strenger Winter?


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Derzeit fallen auffallend viele Eicheln von den Bäumen. Solche Mengen habe es seit Jahren nicht mehr gegeben, sagte Landesforsten-Sprecher Mathias Aßmann. "Grund ist die für Eichen gute Witterung zum Zeitpunkt der Blüte Anfang Mai."

"Für Radfahrer ist das nicht ohne, sie können ausrutschen", warnte Nadine Danowski vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Hannover. "Da wäre es schön, wenn die Kommunen im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Fahrradwege regelmäßig säubern würden."

Während Radler etwa in Kurven auf den Eicheln zu Fall kommen können, sieht es für Autofahrer besser aus. "Der Herbst ist vor allem wegen der fallenden Blätter prinzipiell für Autofahrer eine Zeit besonderer Aufmerksamkeit, aber in diesem Jahr sieht es wegen der Trockenheit bislang ganz gut aus", sagte ADAC-Sprecherin Christine Rettig. "Ein großes Unfallrisiko geht aber derzeit von der tief stehenden Sonne aus."

Auch auf die Zahl der Wildunfälle dürften die vielen Eicheln auf den Straßen kaum Einfluss haben. "Die Wildschweine finden genug Eicheln im Wald und brauchen daher nicht unbedingt auf den Straßen zu suchen", sagte Florian Rölfing, Sprecher der Landesjägerschaft.

Die Wälder in Niedersachsen wurden in diesem Jahr durch schwere Stürme, eine Borkenkäferplage und den ungewöhnlich trockener Sommer insgesamt sehr in Mitleidenschaft gezogen. "Seit Beginn des Jahres laufen wir durchgängig im Krisenmodus", hatte der Präsident der Landesforsten, Klaus Merker, erst kürzlich berichtet. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte für die niedersächsischen Wälder allein die Dürreschäden bereits auf rund 300 Millionen Euro geschätzt.

(dpa)