Zusammenarbeit

So unterstützt die EU Niedersachsen

Etwa 2,1 Milliarden Euro sind von der Europäischen Union seit 2014 allein zu uns nach Niedersachsen geflossen. Wir stellen euch einige Projekte vor, die es bei uns in Niedersachsen ohne die EU nicht geben würde.


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Die Europäische Union (EU) unterstützt Regionen in Europa mit mehreren Fonds. Bei uns in Niedersachsen sind seit 2014 in etwa 2,1 Millionen Euro EU-Gelder in verschiedene Projekte geflossen. Rund 11.000 Projekte sind bei uns bereits unterstützt worden - und die reichen von den Nordsee-Inseln bis in den tiefen Harz.

Umweltschutz und Lebensräume

Beispielsweise gibt es Geld für den Umweltschutz, der bereits mit 343 Mio. Euro gefördert wurde. Um die Natur- und Tierwelt bei uns im wunderschönen Niedersachsen zu schützen, werden z.B. Projekte zur Regeneration von Mooren gefördert. In der Weser-Ems-Region werden in Rahmen des Umweltschutzes landeseigene Moore renaturiert oder in der Region Lüneburg Modellprojekte zur klimaschutzorientierten Landwirtschaft im Gnarrenburger Moor unterstützt.

Ebenfalls werden Projekte zum Erhalt und zur Entwicklung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen unterstützt. Und auch Lebensräume für Tiere, die normalerweise nicht bei uns in Niedersachsen leben, werden gefördert, wie in Takamanda, der neuen afrikanischen Erlebniswelt im Osnabrücker Zoo. Über 80 Tiere zehn verschiedener Arten finden hier ein Zuhause.

Ergänzt wird Takamanda durch den Nachbau eines afrikanischen Baumhausdorfes (Makatanda) mit Streichelzoo, Abenteuerspielplatz und Baumhausrestaurant. Zur Realisierung der Pläne sind von der Europäischen Union insgesamt rund 3,5 Mio. Euro an Fördergeldern aus dem EFRE-Fond nach Osnabrück geflossen. Seit Oktober laufen die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt von Mapungubwe. Bis zum Sommer soll er fertig sein.

Es gibt aber auch Projekte, die Naturschutz und das soziale Miteiander fördern, die von EU-Geldern unterstützt werden wie der Biohof Hansmann in Klein Wülpstedt bei Wolfsburg. Hier werden Bio-Produkte angebaut. Und das Beste: Besuche beispielsweise mit Kindern sind dort sehr erwünscht, um zu zeigen, wie nachhaltige Landwirtschaft funktioniert.

Kultur und innovative Projekte

Oder schauen wir mal nach Wilhelmshaven: Am Banter See in Wilhelmshaven tummeln sich heute Surfer, Kanuten und Schwimmer. Ein Naherholungsgebiet direkt am Meer. Allerdings war der See nicht immer ein See. Früher gehörte er zum Hafengebiet und wurde auch als Kriegshafen genutzt. Die Reste davon schlummern noch immer am See, riesige Treibstofftanks lagen bis vor ein paar Jahren noch unter der Erde: eine große Umweltgefahr. Dank EU-Geldern konnten die nun frei- und weggeräumt werden. Sauberer Boden kam an die Stelle der alten Tanks. Das kommt nun den Wilhelmshavenern und den Touristen zugute. Saubere Naherholung statt Überreste vom Kriegshafen – passt zum Friedensprojekt Europa. Knapp 900.000 Euro hat die EU dazu beigesteuert.

Und die EU beteiligt sich auch an innovativen Projekten wie der Entwicklung eines Prototyps für einen Frachtsegler - ohne Abgase. Das ist ein Projekt an der Hochschule Emden/Leer.

Die Europäische Union verfolgt mit der Unterstützung dieser verschiedenen Ziele, neue Arbeit zu schaffen sowie die Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Region zu steigern. Dass dieses Vorhaben beispielweise mit dem Takamanda-Projekts des Zoos in Osnabrück gelungen ist, zeigen rund 280 neue Jobs und eine Wertschöpfung von 13,3 Mio. Euro in der Region.