"Nordfront"-Neonazis gegen "Nordfrost"

Schwedische Neonazi-Gruppe verliert Namensstreit mit Tiefkühlfirma

"Nordfront" und "Nordfrost" - sind sich diese Bezeichnungen zu ähnlich? Ja entschied jetzt die schwedische Patentbehörde PRV und bewirkt damit, dass sich schwedische Neonazis auf erneute Namenssuche machen müssen.


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 (Foto: picture alliance / dpa)

Nach dem Einspruch der deutschen Tiefkühl-Logistikgruppe darf die schwedische Neonazi-Gruppe nicht mehr den Namen "Nordfront" nutzen. Das hat die schwedische Patentbehörde entschieden, nachdem das Unternehmen "Nordfrost" im niedersächsischen Schortens (Kreis Friesland) einen Patentanwalt eingeschaltet hatte.

"In visueller und akustischer Hinsicht besteht ein hoher Grad an Ähnlichkeit, da die Wörter Nordfrost und Nordfront sich nur in der Rechtschreibung, also in den Buchstaben S und N, unterscheiden", zitiert die schwedische Zeitung "Expressen" das Patentamt.

In Schortens ist man erleichtert. "Wir sind international tätig und beliefern auch Kunden auf dem schwedischen Markt. Daher ist es wichtig, dass unsere Marke geschützt wird", sagte Nordfrost-Geschäftsführerin Britta Heine. Das juristische Ergebnis sei auch von der politischen Dimension ein wichtiger Beitrag. Die Gruppe "Nordische Widerstandsbewegung" ist in mehreren skandinavischen Ländern aktiv und will eine nordische nationalsozialistische Republik schaffen.