Hamburg

Schiffbau-Zulieferer legen Jahresbericht vor - Branche unter Druck

Von der Schiffsschraube bis zum Navigationssystem und von den Motoren bis zur Kommunikationstechnik - für Schiffe wird fast alles von spezialisierten Zulieferern hergestellt. Die High-Tech-Branche hatte sich zuletzt in einem schwierigen Weltmarkt behauptet.


Schiff.jpg
 (Foto: picture alliance/dpa)

Die deutschen Zulieferbetriebe für die Schiffbau- und Offshore-Industrie legen am Dienstag in Hamburg ihren Bericht für das Vorjahr vor und informieren über die Entwicklung der Branche. Die Unternehmen stehen unter einem erheblichen Innovations- und Wettbewerbsdruck von Seiten ihrer Kunden bei den Reedereien und wegen wachsender Konkurrenz aus Asien. Die Digitalisierung der Branche und die Verschärfung der Umwelt-Grenzwerte für Schiffe zum Beginn des kommenden Jahres stellen die Zulieferunternehmen vor erhebliche Herausforderungen.

In den vergangenen Jahren hat die Branche zwar mehr als eine Milliarde Euro Umsatz verloren, sich angesichts der weltweiten Entwicklung im Schiffbau mit rückläufigen Stückzahlen aber noch recht gut gehalten. Das liegt auch daran, dass sie einen nennenswerten Teil ihres Umsatzes mit Serviceleistungen erzielt. Im vorvergangenen Jahr lag der Umsatz bei rund 10,6 Milliarden Euro. Die Zulieferer beschäftigten rund 63 500 Mitarbeiter, viele davon nicht in den Küstenländern, sondern in Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen. Rund drei Viertel der Wertschöpfung eines Schiffes besteht aus Zulieferungen; die Branche ist in Deutschland drei Mal so groß wie der Schiffbau selbst und stark exportorientiert.

(dpa)