Traumjob

Schafe hüten in der Lüneburger Heide - Ein Job mit Verantwortung

Stall, Schafe und Natur statt Germanistik oder BWL. Philomena Wissel macht in der Lüneburger heide eine Ausbildung zur Schäferin!


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(Foto: Antenne Niedersachsen)

Von Berlin nach Niederhaverbeck. Größer könnten die Unterschiede kaum sein. Aber Philomena Wissel wollte genau das: Raus aus dem Dschungel der Millionenstadt und rein in die wunderschöne Natur der Lüneburger Heide. Ihr Germanistik-Studium hat sie geschmissen, dafür macht die 22-jährige seit einigen Monaten beim Verein Naturschutzpark (VNP) eine Ausbildung zur Schäferin. "Ich wollte raus aus der Hektik des Alltags und mit Tieren arbeiten", sagt sie. Warum das viele nicht machen wollen, könne sie nicht verstehen.

Tatsächlich haben Niedersachsens Schäfer vor einiger Zeit Alarm geschlagen: Es fehlt der Nachwuchs! Junge Menschen wie Philomena wollen das ändern. Sie schätzt gerade die Arbeit beim VNP. Der Tag im Stall beginnt morgens um 8.00 Uhr. Feierabend ist dann, wenn die Schafe satt sind und es ihnen gut geht. "Wenn die Tiere zu früh gefüttert werden, rennen sie am nächsten Tag vor lauter Hunger einem davon. Das ist ein Job mit Verantwortung", sagt die Jung-Schäferin.

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(Foto: Antenne Niedersachsen)

Schäfer brauchen Kondition

Jeden Tag geht es mit den Tieren raus in die Natur. Das sind dann schon mal 6 bis 8 Kilometer, die auch die junge Schäferin zurücklegen muss. Immer mit dem Schlapphut auf dem Kopf und dem traditionellen Schäferstock in der Hand. Noch nimmt sie den Stab vom Chef - Während der kommenden zweieinhalb Jahre bis zur Abschlussprüfung will Philomena aber auch ihren eigenen Schäferstab schnitzen. Und sie will nach ihrer Ausbildung in der Region bleiben: "Ich vermisse nichts, außer meiner Familie."