Ginseng-Erntezeit

Schädlinge schmälern Ginseng-Ernte in der Lüneburger Heide

Schnecken und Mäuse haben der Ernte der exotischen Ginseng-Wurzel in der Lüneburger Heide zugesetzt.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

"Dieses Jahr ist es nicht super", sagte die Leiterin der Florafarm in Bockhorn bei Walsrode, Gesine Wischmann, am Mittwoch. Seit Dienstag wird die aus Asien stammende Heilpflanze geerntet. Wischmann rechnete mit einem Ertrag von unter einer Tonne Ginsengwurzeln. Das liege aber nicht nur an den Schädlingen, es werde in diesem Jahr auch nur eine kleine Fläche abgeerntet.

In Spitzenjahren haben die Wischmanns schon 2,5 Tonnen der sogenannten "Menschenwurzel" eingebracht. Auf dem Betrieb werden insgesamt neun Hektar mit Ginseng bebaut. Jedes Jahr werden etwa 1,5 Hektar abgeerntet und neu eingesät. Darin stecke viel Handarbeit, die sich aber lohne. "Der Ginseng ist ein großer Ertragsbringer", sagte Wischmann.

Ihren Angaben nach ist ihr Hof der einzige Produzent von Ginseng in Europa. Nach zehnjährigen Versuchen gelang 1992 die erste Ernte. Die Wirkstoffe im Ginseng gelten als belebend für Körper und Geist. Die Wurzeln werden nach der Ernte mit der Hand gewaschen und anschließend getrocknet. Im Februar sollen sie dann zu Kapseln und Pflegeprodukten für Direktabnehmer weiterverarbeitet werden. Ein kleiner Teil wird auch unbehandelt verkauft.

(dpa)