24. Juli 2020 –

Pilgern im Norden

«Pilgerspuren»: Doppelausstellung zeigt den Norden als Wallfahrtsland

Vor der Reformation wurde auch in Norddeutschland viel gepilgert, es gab eigene Wallfahrtsorte - das zeigen zwei Ausstellungen unter dem Motto «Pilgerspuren» in Lüneburg und Stade.

Foto: picture alliance/dpa

Vor der Reformation wurde auch in Norddeutschland viel gepilgert, es gab eigene Wallfahrtsorte - das zeigen zwei Ausstellungen unter dem Motto «Pilgerspuren» in Lüneburg und Stade. Am Sonntag wird im Museum Lüneburg die Sonderausstellung «Von Lüneburg an das Ende der Welt» eröffnet. Mit Bildern, Skulpturen, Urkunden und anderen Quellen wird gezeigt, wie Norddeutsche im späten Mittelalter an heilige christliche Stätten wie Rom, Jerusalem oder Santiago de Compostela pilgerten.

Ausstellung «Wege in den Himmel» in Stade folgt im Oktober

Am 3. Oktober folgt die Ausstellung «Wege in den Himmel» in Stade. Sie erkundet Wallfahrtsorte im Norden von Hildesheim bis Stinstedt nahe Cuxhaven. Mittelalterliche Pilger erhofften sich dort Heilung oder Sündenvergebung oder sagten Dank. Gezeigt werden zahlreiche kleine Pilgerzeichen, die die Wanderer als Beweis ihrer Wallfahrt mitbrachten. Solche Zeichen sind zu Hunderten bei archäologischen Grabungen im Stader Hansehafen gefunden worden.

«Pilgern war und ist eine wunderbare Möglichkeit, unseren Umgang mit uns selbst, mit anderen, mit der Schöpfung und mit Gott zu bedenken.» Das schrieben der katholische Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, und der evangelische Landesbischof von Hannover, Ralf Meister, als Schirmherren der Doppelausstellung.

(dpa)

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