Widerstand gegen AfD-Parteitag

Bündnis stellt Protest gegen AfD-Parteitag in Braunschweig vor

Ende des Monats will die AfD beim Bundesparteitag in Braunschweig einen neuen Vorstand wählen. In der Stadt formiert sich Widerstand. Ein Bündnis mehrerer Organisationen will den Unmut deutlich machen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Braunschweig (dpa/lni) - Mehrere Organisationen planen während des Bundesparteitags der AfD Ende November in Braunschweig Gegenveranstaltungen. Am Freitag (14.30 Uhr) wollen unter anderen das "Bündnis gegen Rechts" und die Gewerkschaft Verdi über Demonstrationen und Kundgebungen rund um den Parteitag informieren. Nach Angaben der Stadt sind mehrere Versammlungen und Kundgebungen mit jeweils mehreren Hundert Teilnehmern angemeldet.

Die AfD hält ihren 10. Bundesparteitag vom 30. November bis 1. Dezember in Braunschweig ab. Laut einem Parteisprecher werden bis zu 600 Delegierte erwartet. Der Schwerpunkt liege auf der Wahl eines neuen Vorstands. Zuletzt hatte Parteichef Alexander Gauland eine erneute Kandidatur offengelassen.

Aussage Meyns

In die Debatte um den geplanten Parteitag hatte sich kürzlich auch der Braunschweiger Landesbischof Christoph Meyns eingeschaltet. "Führende Vertreter der Partei haben sich zunehmend in einer Weise geäußert, die von völkischem Denken, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus geprägt ist", sagte Meyns. Gauland bezeichnete das im Interview der "Braunschweiger Zeitung" als "dummes Zeug".

Unmut gab es auch über den Ort des Parteitreffens. VW-Belegschaftsvertreter hatten gefordert, während des Bundesparteitags in der Braunschweiger Volkswagen-Halle den Namen Volkswagen abzudecken.

(dpa)