Bremen

Radieschen im ewigen Eis

Dreieinhalb Kilo Salat, 18 Gurken und 70 Radieschen - das ist die erste Ausbeute der Bremer Gemüsestation in der Antarktis. Bremer Forscher haben das neuartigen Gewächshaus entwickelt. Hier gedeihen Pflanzen ohne Erde, Tageslicht und Pestizide. Alle paar Minuten werden die Wurzeln computergesteuert mit einer Nährstofflösung besprüht.


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 (Foto: picture alliance / DLR/dpa)

Das Gemüse hatte die Besatzung einer Forschungs-Station in der Antarktis schon sehnlichst erwartet. Mitte Februar wurden die ersten Pflanzen in dem Gewächshaus ausgesät. Ab Mai solls dann richtig rund gehen an der antarktischen Frische-Theke: Wöchentlich sollen hier dann vier bis fünf Kilo Salat, Tomaten, Gurken, Paprika, Radieschen und Kräuter geerntet werden. In der Antarktis ist gerade Winter, dann ist die Neumayer-Station von der Außenwelt abgeschnitten. Dank der Bremer Erfindung gibt es jetzt trotzdem frisches Gemüse. Das Ganze soll später auch mal in der Raumfahrt eingesetzt werden.