Wendland

Polizei rollt Vermisstenfall in extra eingerichteter Wache neu auf

Nach 18 Jahren soll endlich der Verantwortliche für das Verschwinden einer Schülerin im Wendland gefunden werden. Für die Klärung des Falls hat die Polizei seit Anfang des Monats extra eine eigene Wache in einem Container eingerichtet - in dem Ort, in dem das Mädchen am Neujahrsabend 2001 zuletzt gesehen wurde.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Seit drei Wochen versucht die Polizei mit einer Wache in einem extra aufgestellten Container in einem kleinen Ort im Wendland, einen alten Vermisstenfall neu aufzurollen. 30 Beamte werden in dieser Woche in dem 1400-Einwohner-Ort Bergen an der Dumme von Haustür zu Haustür gehen, um Handzettel zu verteilen, mit deren Hilfe das Verschwinden der Schülerin Katrin Konert aufgeklärt werden soll. Die 15-Jährige wurde zuletzt am Neujahrsabend 2001 an einer Bushaltestelle in dem kleinen Ort gesehen. Die Ermittler sind überzeugt, dass das Mädchen Opfer eines Verbrechens wurde.

In dem Polizei-Container in Bergen arbeiten wochentags zwei Beamte zwischen 10 und 18 Uhr an der Klärung des Falls, einen Abend in der Woche zeigen sie auch bis 22 Uhr Präsenz. Seitdem seien einige neue Hinweise eingegangen, teilweise über das System BKMS, mit dem der Polizei anonym Tipps über das Internet gegeben werden können, sagte Polizeisprecher Kai Richter.

Das letzte Lebenszeichen der Jugendlichen war eine SMS an ihre Schwester. Möglicherweise stieg sie zu einem Fremden ins Auto, um nach Hause zu kommen, weil kein Bus fuhr. Die Belohnung für entscheidende Hinweise zu dem Fall wurde inzwischen von 5000 auf 10 000 Euro aufgestockt.