Live-Musik

Osnabrücker Festival bringt Live-Musik ins Wohnzimmer

Live-Musik in der eigenen Wohnung bringt eine besondere Atmosphäre. Aus der privaten Runde wird am Wochenende in Osnabrück ein öffentliches Ereignis: Es gibt Konzerte in fünf Wohnzimmern.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Live-Musik in den eigenen vier Wänden ist beliebt - in Osnabrück wird daraus am Samstag ein Festival. Mehrere Bands spielen in Privatwohnungen Konzerte, die die Besucher von Wohnzimmer zu Wohnzimmer locken sollen.

"Es ist reizvoll, als Gastgeberin ganz unterschiedliche Menschen bei sich zu beherbergen", sagt die Mitorganisatorin des Osnabrücker Wohnzimmer-Festivals, Eike Eifler. Im eigenen Wohnzimmer hat sie mit ihrem Mann Philipp in der Vergangenheit schon Konzerte veranstaltet. Ein Festival organisieren sie nun zum ersten Mal.

Mit dabei ist das Songwriter-Trio Hey Judeschka aus Köln, die Indie-Band Blomquist aus Kassel, Liedermacherin Marie Diot aus Hannover, Sänger Samuel Breuer aus Berlin sowie der Sänger und Poet David Lüke aus Lemgo. Sie spielen in fünf Wohnzimmern im Osnabrücker Rosenplatz-Viertel je 40-minütige Konzerte.

Die Besucher des Festivals wandern in den 20-minütigen Pausen von einem Wohnzimmer zum anderen. Insgesamt gibt es drei Durchläufe. Eintritt wird nicht genommen, aber um Spenden wird gebeten. Türsteher sollen dafür sorgen, dass die Wohnzimmer nicht überfüllt sind.

Über Facebook haben Dutzende Musikfans ihr Kommen angekündigt, wie Philipp Eifler sagt. "Insgesamt können wir 240 Gäste beherbergen." Das Festival beginnt am Samstag (19.00 Uhr) in einer Osnabrücker Kneipe. Dort bekommen die Festival-Teilnehmer Routen und werden aufgeteilt.

Mit der Erstauflage des Wohnzimmer-Festivals wollen Eike und Philipp Eifler Erfahrungen für künftige Veranstaltungen dieser Art sammeln. Ein ähnliches Festival gab es schon einmal in Osnabrück, als einzelne Mitglieder des dortigen Symphonieorchesters beim "Wohnton Festival" in Wohnzimmern klassische Musik spielten. Caroline Schirmer von der Hamburger Agentur Sofa Concerts sagt, dass diese Art von Konzerten immer beliebter wird. "Die Nachfrage ist gestiegen."

(dpa)