Warnstreik

Niedersächsische Ärzte legen Arbeit nieder

In mehr als 50 Krankenhäuser treten Ärzte in Niedersachsen in den Warnstreik. Die Versorgung sollte aber nicht zusammenbrechen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Ärzte aus Niedersachsen wollen an diesem Mittwoch in einen ganztätigen Warnstreik treten. Insgesamt werde in mehr als 50 Krankenhäusern die Arbeit niedergelegt, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Marburger Bund. Mit den betroffenen Kliniken seien Notdienste vereinbart worden. Diese ähnelten Wochenenddiensten, hieß es. Das Klinikum Osnabrück etwa teilte auf Anfrage mit, dass geplante, nicht kritische Operationen verschoben werden könnten.

Die Mediziner wollen zu einer zentralen Kundgebung auf dem Römerberg im hessischen Frankfurt am Main zusammenkommen. Sie möchten nach den zunächst gescheiterten Tarifverhandlungen Druck für eine Wiederaufnahme der Gespräche machen. Der Marburger Bund, die gewerkschaftliche Interessenvertretung der Ärzte, fordert fünf Prozent mehr Geld und strebt neue Regelungen für Bereitschaftsdienste an. Dabei geht es unter anderem um zwei freie Wochenenden pro Monat.

(dpa)