9. September 2017 STARS for FREE 2017
9. September 2017
Polizeipräsenz

Niedersachsen holt Polizei in die Fläche

Niedersachsen stärkt die Polizeipräsenz in der Fläche und versetzt 120 Beamte der Bereitschaftspolizei in die regionalen Polizeidirektionen.


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 (Foto: picture alliance / Julian Strate)

"Die Polizeipräsenz vor Ort wird durch diese Maßnahmen noch einmal erhöht", sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). "Viele Menschen erwarten angesichts der gestiegenen Gefährdung etwa durch den islamistischen Terrorismus, aber auch infolge hoher Einbruchszahlen, mehr Polizei auf der Straße." Außerdem erhält das Spezialeinsatzkommando (SEK) neben Hannover einen zweiten Standort in Oldenburg mit 20 Beamten. Das soll die Reaktionsfähigkeit im Flächenland Niedersachsen erhöhen.

Für den Kampf gegen Extremismus werden weitere 30 Beamte der Bereitschaftspolizei dem Staatsschutz des Landeskriminalamtes zugewiesen. Durch Neueinstellung zusätzlicher Beamte soll die vorübergehende Schwächung der Bereitschaftspolizei um 170 Beamte zügig ausgeglichen werden. Außerdem will Niedersachsen strenger als bisher prüfen, in welchen Fällen es seine Bereitschaftsbeamte zur Unterstützung in andere Bundesländer schickt. Darüber hinaus werden in den kommenden Wochen 59 weitere Spezialisten zur Bekämpfung etwa von Cybercrime und Terrorismus sowie zur Stärkung der polizeilichen Präsenz in sozialen Netzwerken eingestellt.

Durch die Umstrukturierung werde sich an der Zahl der landesweit sechs Standorte der Bereitschaftspolizei in Hannover, Braunschweig, Lüneburg, Göttingen, Osnabrück und Oldenburg nichts ändern, sagte Pistorius der "Neuen Presse". Die Einsatzbereitschaft der Bereitschaftspolizei solle nicht vermindert werden.